Handball-WM: Stars, Favoriten und der Modus

Fragen & Antworten

Welthandballer Mikkel Hansen (Dänemark) ist auch in Frankreich dabei.
Welthandballer Mikkel Hansen (Dänemark) ist auch in Frankreich dabei. | Foto: dpa

Die 25. Handball-WM steht kurz vor dem Anwurf. Vom 11. bis 29. Januar spielen die besten Teams der Welt in Paris. Aber wie ist der Modus? Und kann man die Spiele in Belgien sehen?

Die Deutsche Presse-Agentur beantwortet einige Fragen zu den am Mittwoch startenden 25. Handball-Weltmeisterschaften, für die sich die belgische Handball-Nationalmannschaft nicht qualifizierte.

Wer sind die Favoriten?

Als Titelverteidiger und Gastgeber werden Frankreich die größten Chancen eingeräumt. Doch Frankreichs Topstars wie Daniel Narcisse (37) oder Nikola Karabatic (32) sind nicht mehr die jüngsten. Neben dem Gastgeber dürfte auch Olympiasieger Dänemark große Chancen auf den Titel haben. Interessant wird auch sein, wie sich die Spanier nach der empfindlichen EM-Pleite gegen Deutschland präsentieren. Der amtierende Europameister ist natürlich auch ein Favorit. Allerdings fehlen dem scheidenden Bundestrainer Sigurdsson zahlreiche Spieler. Doch aufgepasst! Schon bei der erfolgreichen EM vor einem Jahr war dem Isländer mit der jüngsten Truppe des Turniers ein Coup gelungen.

Wer sind die Stars?

In Frankreich trifft sich für etwas mehr als zwei Wochen die Weltelite des Handballs. Von den Megastars sind etwa die zweifachen Welthandballer Mikkel Hansen (Dänemark) und Karabatic (Frankreich) dabei. Auch die Altstars Narcisse (Frankreich) und Laszlo Nagy (Ungarn) sind dabei. Ob Vize-Weltmeister Katar mit seinen zahlreichen eingebürgerten Spielern wie Rafael Capote an alte Leistungen anknüpfen kann, bleibt abzuwarten.

Wie ist der Modus?

Die 24 Teams treffen zunächst in vier Gruppen mit je sechs Mannschaften aufeinander. Die jeweils besten vier Mannschaften qualifizieren sich für die K.o.-Runde. Der jeweilige Erste spielen gegen den Vierten beziehungsweise der Zweite gegen den Dritten. Anschließend geht es weiter bis zum Finale. Wer Fünfter oder Sechster in den Gruppen wird, spielt im sogenannten President’s Cup weiter.

Was ist neu?

Erstmals in der Geschichte eines internationalen Männer-Turniers dürfen die Schiedsrichter den Videobeweis nutzen. Die Technik steht an allen acht Spielstätten zur Verfügung. So dürfen die Unparteiischen etwa darauf zurückgreifen, wenn es um die Frage geht, ob ein Ball im Tor war oder nicht.

Kann ich in Belgien die Spiele sehen?

Nein, denn zum einen hat der katarische Rechteinhaber beIN sports mit den deutschen Fernsehanstalten ARD und ZDF keine Übereinkunft gefunden; zum anderen überträgt auch kein belgischer Sender die WM. Der deutsche Handball-Sponsor DKB hat sich zwar auf den letzten Drücker die Übertragungsrechte gesichert (die Begegnungen werden auf der Internetseite handball.dkb.de zu sehen sein und kostenlos gezeigt), aber ob der Livestream auch in Belgien funktioniert, bleibt abzuwarten. (mv/dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *