Joker Lars Stindl rettet die DFB-Serie

Testspiel

Alexandre Lacazette hatte Frankreich in der 33. Minute in Führung geschossen. | Foto: dpa

Joker Lars Stindl hat zum Abschluss eines grandiosen Länderspieljahres die stolze Serie der deutschen Fußball-Weltmeister gerettet.

Mit einem Rechtsschuss bewahrte der Mönchengladbacher die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw beim 2:2 (0:1) im WM-Härtetest gegen Frankreich vor der ersten Niederlage nach 20 Spielen. Zuletzt hat die deutsche Nationalmannschaft im EM-Halbfinale verloren – gegen die Franzosen (0:2).

Deutschland 2:2 Frankreich

Beim Comeback des WM-Helden Mario Götze hatte Alexandre Lacazette (33./71.) zweimal für die technisch exzellenten Gäste in Köln getroffen. Die Weltmeister hingegen spielten lange statisch, zögerlich und mit wenig Esprit – bis Werner das 1:1 erzielte (56.). Toni Kroos setzte einen Freistoß an die Unterkante der Querlatte (70.), Sekunden später fiel das 1:2. Stindl konterte in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Positiv in Erinnerung bleiben wird Götzes Rückkehr. Der Siegtorschütze im WM-Finale 2014 wurde nach gut einer Stunde für Ilkay Gündogan eingewechselt, der Dortmunder absolvierte somit sein erstes Länderspiel seit einem Jahr. Lange hatte er wegen einer Stoffwechselerkrankung gefehlt.

Löw hatte beim 0:0 in England am Freitag das Blitzartige im Umschaltspiel vermisst. Er verschrieb seiner Mannschaft, das schleunigst „wieder einzuschleifen“, um in Russland Gegner der Weltklasse ins Wanken bringen zu können. Für ein Startelf-Comeback Götzes sah der Bundestrainer die Zeit noch nicht gekommen, wohl aber für einen weiteren Test des Frankreich-Kenners Kevin Trapp (Paris Saint-Germain) im Tor. Joshua Kimmich war erstmals seit Mitte 2016 nicht dabei, der Münchner erhielt eine Pause und wurde von Emre Can vertreten.

Das deutsche Spiel sollten wieder Kroos und Kapitän Sami Khedira aufziehen, die Löw in London geschont hatte. Das wirkte sich anfangs positiv aus, mit sehr hoch stehenden Außenverteidigern wählten die Weltmeister den Weg nach vorne

Löw entlässt seine Nationalspieler nun in eine viermonatige Phase ohne Länderspiele, mit einem klaren Auftrag: Jeder muss mehr tun, alles geben, um auf höchstmöglichem körperlichen und mentalen Niveau in die unmittelbare WM-Vorbereitung starten zu können. Diese beginnt mit den Generalproben gegen Spanien (23. März in Düsseldorf) und Brasilien (27. März in Berlin). (sid)

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