P1 und P2 starten am 27. August – Bis zu neun Absteiger möglich!

Regionalfußball

Der RFC Raeren-Eynatten (Bildmitte am Ball Tobias Lauffs) startet am 27. August in die Saison. Dann ist auch wieder Minerois (in den roten Trikots) mit von der Partie. | Foto: GE-Archiv

Das Lütticher Provinzialkomitee hat die Anweisung des wallonischen Dachverbandes ACFF umgesetzt und eine 1. Provinzklasse mit 18 Mannschaften (inklusive Houtain-Milanello, Minerois und Warsage) zusammengestellt. Ein weiterer Beschluss der Herren in Rocourt: Der Saisonauftakt in der P1 und P2 erfolgt am 27. August.

Von Mario Vondegracht

Eine Neuerung ist überdies, dass es in der 1. Provinzklasse aufgrund der Masse an Spieltagen (zwei Nachholspiele und vier weitere Begegnungen) keine Tranchen und demnach auch keine Ab- und Aufstiegsrunde mehr gibt. Der Tabellenzweite nimmt derweil an der interprovinziellen Aufstiegsrunde teil.

Durch die Tatsache, dass nun 18 Mannschaften in der höchsten Lütticher Serie mitmischen, gibt es per se fünf Absteiger. Im schlimmsten Falle, wenn vier Lütticher Mannschaften aus der 3. Division Amateure in den Provinzfußball abrutschen, könnten sogar neun Teams den Gang eine Klasse tiefer antreten. Das alles, damit in der Saison 2018-2019 wieder 16 Mannschaften in der 1. Provinzklasse starten können.

Zwar hat das Lütticher Provinzialkomitee noch keine Pressemitteilung herausgegeben, doch diese Informationen sickerten bereits durch. Im Laufe des Tages sollen auch die Spielpläne folgen. Die zwei Nachholspieltage in den beiden Klassen sind dem Vernehmen nach für den 1. November und 17. Dezember vorgesehen.

Der „verschleppte“ Saisonauftakt und das „Theater“ drumherum ist der Affäre „Merlina“ geschuldet.

Ster-Francorchamps, eigentlich Mitte Juli für die P1 vorgesehen worden, zieht es wieder in die altbekannte 2. Provinzklasse C (P2C). Dort gehen wie gewohnt 16 Mannschaften ins Titelrennen. Herve wechselt dafür von der P2C in die P2B. In der P2A und P2B sind es stattdessen durch die „Aufstiege“ von Milanello und Minerois nur 15. Sowohl in der P2C auch in der P2A und P2B bleibt das System der Tranchen und Endrunden erhalten.

Über all diese Neuerungen wird übrigens auch demokratisch abgestimmt. Eine außerordentliche Versammlung mit den Vertretern aller involvierten Mannschaften wird Ende September und damit einen Monat nach dem Meisterschaftsauftakt anberaumt. Dann soll auch diskutiert werden, ob die Winterpause in der P1 verkürzt und die Saison bis in den Mai verlängert wird.

Der „verschleppte“ Saisonauftakt und das „Theater“ drumherum sind der Affäre „Merlina“ geschuldet. Die nahm ihren Anfang mit dem Einspruch des damaligen Fußballerstprovinzialisten Minerois im März 2017, weil der Spieler des Konkurrenten Milanello, Vincent Merlina, nicht spielberechtigt war. Merlina, der einst die Jugend der AS Eupen durchlief, war innerhalb einer Saison bei drei unterschiedlichen Teams angemeldet, was nach FIFA-Regularien untersagt ist. Minerois´ Klage wurde im Sommer von einer höheren Instanz doch stattgegeben und die Tabelle gehörig durcheinandergewirbelt – mit Auswirkungen auf die Auf- und Abstiege in den verschiedenen Klassen. Im Juli dann die Wende: Ster-Francorchamps, Aubel und Engis durften in der P1 ran. Warsage, Milanello und Minerois sollten am 13. August in der P2 starten. Die Vereine haben sich nun erfolgreich dagegen gewehrt – mit Ster-Francorchamps als Leidtragenden.

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