Wetteten AS-Spieler auf Niederlagen der eigenen Mannschaft?

1. Division

Foto: David Hagemann

Der auf sportlichem Wege geschaffte Klassenerhalt der AS Eupen gerät immer mehr in den Hintergrund. Am Dienstag erreichten den ostbelgischen Erstdivisionär neue Meldungen.

Aufregung um die AS Eupen: Wie die flämische Tageszeitung „Het Nieuwsblad“ am Dienstag berichtet, hat der ostbelgische Verein möglicherweise ein ernsthaftes Wettproblem. Demnach sollen mehrere Spieler während der Saison nicht nur regelmäßig auf Spiele ihrer eigenen Mannschaft gewettet, sondern sogar Geld auf Niederlagen des eigenen Teams gesetzt haben.

Das Regelwerk des belgischen Fußballs untersagt es deutlich, auf Spiele mit eigener Beteiligung zu wetten. Zuletzt sorgte Anderlecht-Profi Olivier Deschacht für einen ähnlichen Fall. Der Verteidiger hatte ebenfalls verbotene Wetten platziert.

Die Dienstagsausgabe von „Nieuwsblad“.

Wegen illegalem Glücksspiel musste Deschacht damals eine Geldstrafe in Höhe von 24.000 Euro zahlen.

Wie „Het Nieuwsblad“ weiter vermeldet, prüft die Staatsanwaltschaft, ob es genügend Beweise für eine Ermittlung in Richtung der betroffenen Spieler der AS Eupen gibt. Um welche Spieler es sich dabei handelt, ist nicht bekannt.

Wie die Zeitung weiter berichtet, erhielt die AS Eupen vor dem Heimspiel gegen Mouscron sogar einen anonymen Tipp, dass Spieler des ostbelgischen Erstligisten auf das Spiel gegen Mouscron gewettet haben. Bestätigen sollte sich dieser Tipp, hinter dem Nicolas Verdier (von Eupen an Mechelen verliehen) vermutet wird nicht, heißt es weiter.

Der auf sportlichen Wege erreichte Klassenerhalt der AS Eupen gerät immer mehr in den Hintergrund.

 

  1. Sollte gewisse Spieler sich besündigt haben an solche Praktiken dann müssen sie dementsptechend gestraft werden !
    Ich hoffe aber auch dass N.Verdier, nach seinen deplazierten Bemerkungen nach dem Spiel am Sonntag, nicht mehr im Eupener Spielerkern aufgenommen wird !

  2. Ungeachtet der Frage, ob Fußballer der AS auf Spiele der eigenen Mannschaft gewettet haben oder nicht, bedarf der Profifußball offensichtlich einer ethischen Infragestellung und Umorientierung.
    Die finanziellen Absurditäten und mafiösen Strukturen im internationalen Fußball sind durch nichts mehr zu rechtfertigen.
    Ohne Zutun der Fußballfans wird sich jedoch nichts ändern.

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