Backes, Henrard, Treinen, Pauquet, Oger und Calles stellen sich vor

Sportgala Ostbelgien

Am 23. März werden bei einer Gala im St.Vither Triangel die besten Sportler, Sportlerinnen und Mannschaften Ostbelgiens für das Jahr 2017 ausgezeichnet. In der Jugend-Kategorie kämpfen Eléa Henrard, Zoé Backes und Lynn Treinen bei den Mädchen und  Jason Pauquet, Dario Oger und Dany Calles bei den Jungen um den Titel.

Zwar hat eine Expertenjury bereits ihr Urteil gefällt, doch bei der bis zum 23. März laufenden Publikumsabstimmung mischen die sechs Jugendsportler ebenfalls mit. Sie alle eint, dass ihre Sportarten sie stark in Beschlag nehmen. So trainieren einige der Sportler und Sportlerinnen fünf bis sieben Mal pro Woche. Nicht umsonst. Die von der Jury auserkorenen Jugendsportler sorgen auch im Landesinneren für Furore, sind Walloniemeister oder gar Vize-Landesmeister. Jason Pauquet, Dario Oger, Dany Calles, Zoé Backes, Eléa Henrard und Lynn Treinen stehen seit Freitag beim Publikumsvoting zur Wahl, das HIER abrufbar ist.

SPORTLERIN DES JAHRES – JUGEND / MÄDCHEN

  • Zoe Backes, Schwimmen, Schwimmschule St.Vith

 

Alter: 14 Jahre
Beruf: Schülerin
Erreichtes Ziel 2017: Berufung ins Lütticher Exzellenzzentrum des frankophonen Verbandes

 

Wie fällt Ihre persönliche Bilanz des Sportjahres 2017 aus und war das Jahr mit Enttäuschungen verbunden?

Im vergangenen Jahr war ich zweifache Walloniemeisterin in Schmetterling und Rücken. Und bei der belgischen Meisterschaft habe ich zwei Mal die Bronzemedaille erhalten, ebenfalls in den Disziplinen Schmetterling und Rücken. Ob das Jahr auch mit Enttäuschungen verbunden war? Ja, schon. Ich hatte eine Schulterverletzung, sodass ich von Anfang März bis Ende Mai nicht richtig trainieren und auch nicht an Wettkämpfen teilnehmen konnte.

Welche Ziele haben Sie sich für 2018 gesetzt und erwarten Sie schwerwiegende Veränderungen?

Mein Ziel ist es, die Qualifikation für einen internationalen Wettkampf in Malta zu schaffen. Was die Veränderungen betrifft: Für mich hat sich seit September 2017 schon einiges geändert. Seitdem gehe ich in Lüttich zur Schule und wurde dort im Exzellenzzentrum des frankofonen Verbandes aufgenommen. Nur samstags und sonntags bin ich zu Hause, wenn keine Wettkämpfe sind.

Wie lautet eigentlich Ihr Trainingspensum in der Woche?

Ich trainiere jeden Tag. Zwei Mal wöchentlich um 6 Uhr, bevor ich zur Schule gehe. Samstags von 7 bis 11.15 Uhr. Insgesamt habe ich 24 Stunden Training, davon sind 18 Stunden im Wasser und der Rest ist für Krafttraining, Pilates usw.

Welchen Sportler bewundern Sie?

Ich bewundere die 28-jährige ungarische Schwimmerin Katinka Hosszu, weil sie in den vergangenen Jahren mehrfache Olympiasiegerin und Weltmeisterin wurde.

  • Eléa Henrard, Laufen, LAC Eupen

Alter: 18 Jahre
Beruf: Studentin
Erreichtes Ziel 2017: Bronze über 800m bei der Hallen-Landesmeisterschaft, Silber auf der Außenbahn

 

 

Wie fällt Ihre persönliche Bilanz des Sportjahres 2017 aus und war das Jahr mit Enttäuschungen verbunden?

Mit meiner Saison bin ich ziemlich froh. Ich bin Vize-Landesmeisterin über die 800-Meter-Distanz auf der Außenbahn als auch Landesmeisterin mit der 4×800-Meter-Staffel des LAC geworden. Ferner habe ich bei den Juniorinnen die Jahresbestzeit (2,08:89 min.) in Belgien gelaufen. Es war gleichzeitig auch mein persönlicher Rekord. Ein Rückschlag war sicherlich eine Verletzung im Winter, die mich bei einigen Wettkämpfen zurückwarf.

Welche Ziele haben Sie sich für 2018 gesetzt und erwarten Sie schwerwiegende Veränderungen?

Diese Saison hat schon sehr gut angefangen, denn ich konnte mir in Gent zwei belgische Meistertitel in der Halle über 800 Meter sichern. Mein Ziel in diesem Jahr ist die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Finnland, die im Juli stattfindet. Dafür muss ich aber eine Zeit von 2,05:73 laufen. Ich hoffe, dass mir das gelingt. Außerdem will ich auf der Außenbahn den belgischen Meistertitel feiern.

Wie lautet eigentlich Ihr Trainingspensum in der Woche?

Ich trainiere fünf Mal in der Woche.

Welchen Sportler bewundern Sie?

Ganz klar Nafissatou Thiam. Sie wurde Olympiasiegerin im Siebenkampf, Welt-Leichtathletin 2017 und mehrmals schon belgische Sportlerin des Jahres.

  • Lynn Treinen, Geräteturnen, TLZ Amel

Alter: 14 Jahre
Beruf: Schülerin
Erreichtes Ziel 2017: VDT-Meisterin

 

 

Wie fällt Ihre persönliche Bilanz des Sportjahres 2017 aus und war das Jahr mit Enttäuschungen verbunden?

Bedingt durch eine Verletzung am rechten Ellenbogen konnte ich leider nicht an allen Wettkämpfen teilnehmen. Dennoch habe ich hart trainiert und war bei internationalen Wettkämpfen dabei. In Heusden gewann ich Gold am Balken und Bronze beim Sprung. Eine Enttäuschung war für mich, dass ich nicht an der belgischen Meisterschaft teilnehmen konnte, um dort meinen Meistertitel vom Vorjahr verteidigen zu können.

Welche Ziele haben Sie sich für 2018 gesetzt und erwarten Sie schwerwiegende Veränderungen?

Mein großes Ziel für 2018 ist ein Podestplatz bei der diesjährigen Wallonie- und Landesmeisterschaft. Ende Mai findet die Schüler-Olympiade in Marokko statt, bei der ich mir auch eine gute Leistung erhoffe. An diesen Wettkämpfen möchte ich gerne einige neue Elemente zeigen.

Wie lautet eigentlich Ihr Trainingspensum in der Woche?

Ich trainiere fünf Mal in der Woche, insgesamt sind das um die 15 Stunden. In den Ferien ist es dann meistens etwas mehr.

Welchen Sportler bewundern Sie?

Meine Vorbilder im Turnen sind Nastia Liukin oder auch Nina Derwael.

SPORTLER DES JAHRES – JUGEND / JUNGEN

  • Jason Pauquet, Springreiten, Reiterfreunde Stockem

Alter: 14 Jahre
Beruf: Schüler
Erreichtes Ziel 2018: Einberufung ins Nationalteam und Gewinn des Turniers von Fontainebleau (F)

 

 

Wie fällt Ihre persönliche Bilanz des Sportjahres 2017 aus und war das Jahr mit Enttäuschungen verbunden?

In der höchsten Prüfung der Masters (120/125 cm) habe ich in der Provinz Lüttich im Gesamtklassement als jüngster Reiter den dritten Platz belegt. Auf nationalen Ebene war ich Zweiter im Championat „LEWB Children“. Bei der Landesmeisterschaft wurde ich in der gleichen Kategorie Fünfter, bei der Walloniemeisterschaft Sechster. International war mein schönstes Erlebnis der Sieg mit der belgischen Equipe beim Nationenpreis von Fontainebleau. Das war einfach spitze.

Welche Ziele haben Sie sich für 2018 gesetzt und erwarten Sie schwerwiegende Veränderungen?

Mein Ziel ist es, in der Kategorie der Junioren die Höhe 140 cm zu erreichen. Ich werde bestimmt diese Saison dafür brauchen, denn dieses Ziel ist sehr schwer zu knacken.

Wie lautet eigentlich Ihr Trainingspensum in der Woche?

Eigentlich sitze ich jeden Tag auf den Pferden, zusätzlich zur Dressur und dem Springunterricht, der auf keinen Fall fehlen darf, da ich ständig dazu lerne. Manchmal ist es zum Verzweifeln, da die Theorie so schwer umzusetzen ist. Es ist eigentlich unheimlich viel Arbeit für einen sehr kurzen Moment. Aber ich würde niemals auf keines meiner Pferde verzichten, da Sie ein Teil meines Lebens sind.

Welchen Sportler bewundern Sie?

Gregory Wathelet, der beste belgische Springreiter, ist mein Vorbild. Doch auch den Briten John Withaker, der mit 63 Jahren noch immer die Bühne rockt und auf hohem Niveau gute Resultate erreicht, bewundere ich.

  • Dario Oger, Fußball, KRC Genk

Alter: 15 Jahre
Beruf: Schüler (Fußballinternat)
Erreichtes Ziel 2017: Wechsel zur Jugendakademie des KRC Genk / Einsatz in der Nationalmannschaft

 

Wie fällt Ihre persönliche Bilanz des Sportjahres 2017 aus und war das Jahr mit Enttäuschungen verbunden?

2017 war ein super Jahr für mich. Ich konnte von der AS Eupen zum KRC Genk wechseln und damit noch eine Stufe besser trainieren. Genk hat die beste Jugendabteilung des Landes. Ich konnte anschließend viel hinzulernen. Außerdem wurde ich wieder in die Nationalmannschaft berufen, das hat mich besonders gefreut. Nicht so gut waren meine schulischen Leistungen, aber in dieser Hinsicht konnte ich mich zuletzt wieder verbessern.

Welche Ziele haben Sie sich für 2018 gesetzt und erwarten Sie schwerwiegende Veränderungen?

Ich will unbedingt in Genk bleiben. Ob das der Fall ist, entscheidet sich in einem Monat. Außerdem will ich weiterhin dem Kader der Nationalmannschaft angehören.

Wie lautet eigentlich Ihr Trainingspensum in der Woche?

Ich trainiere mit meiner Mannschaft vier Mal die Woche, und das zweieinhalb Stunden lang. Freitags haben wir frei, samstags ist unser Meisterschaftsspiel.

Welchen Sportler bewundern Sie?

Ganz klar Lionel Messi vom FC Barcelona. Ich liebe seine Art, wie er mit dem Fußball umgeht.

  • Dany Calles, Tumbling, TSG Amel

Alter: 12 Jahre
Beruf: Schüler
Erreichtes Ziel 2017:
Walloniemeister und Vize-Landesmeister

 

 

Wie fällt Ihre persönliche Bilanz des Sportjahres 2017 aus und war das Jahr mit Enttäuschungen verbunden?

Bei allen Wettkämpfen auf regionaler Ebene wurde ich Erster, was nicht sehr erstaunlich ist bei so wenig Konkurrenz. Bei der Belgischen Meisterschaft in Beveren sollte sich zeigen, wie gut ich eigentlich bin. Überraschenderweise wurde ich Vizemeister in der 2. Division.

Welche Ziele haben Sie sich für 2018 gesetzt und erwarten Sie schwerwiegende Veränderungen?

Das Turnjahr ist das gleiche. Ich möchte mich wieder für die belgische Meisterschaft qualifizieren und bestenfalls meinen zweiten Platz verteidigen.

Wie lautet eigentlich Ihr Trainingspensum in der Woche?

Wir trainieren zwei Mal zwei Stunden die Woche. In der Wettkampfzeit wird hin und wieder ein Zusatztraining eingelegt. In den großen Ferien turne ich nur zu Hause auf dem Trampolin.

Welchen Sportler bewundern Sie?

Ich bin begeisterter Rallyefan und freue mich darauf, Thierry Neuville bei der Gala zu treffen.

 

Fotos: David Hagemann, Ralf Schaus, Helmut Thönnissen, privat, Sevil Oktem, imago, reporters, Photo News

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