Wathelet & Co. verpassen den Sieg

Reitsport

Marcus Ehning sicherte der deutschen Mannschaft den Sieg. | Foto: dpa

Die deutschen Springreiter haben zum dritten Mal in Folge den Nationenpreis beim CHIO in Aachen gewonnen. Belgien rutschte am Ende ab und landete auf einem enttäuschenden siebten Platz.

Die Tatsache, dass die belgische Equipe um Nationaltrainer Peter Weinberg am Donnerstagabend als einer der Favoriten an den Start gegangen war, macht den siebten Platz noch ein Stück weit enttäuschender. Nach der ersten Runde lagen Pieter Devos, Gregory Wathlet, Yves Vanderhasselt und Nicolas Philippaerts noch auf dem dritten Platz. Mit und mit schlichen sich jedoch Fehlerpunkte ein. Angefangen bei Vanderhasselt, bis hin zu Gregory Wathelet, dessen zwölf Fehlerpunkte im zweiten Durchgang Belgien die zwischenzeitliche Führung kosteten.

Belgien nach dem ersten Durchgang noch auf Platz drei, dann schlichen sich Fehler ein.

Das Triple für die deutschen Springreiter ist indes perfekt, die junge Equipe hat zum dritten Mal in Folge den Nationenpreis gewonnen. Die beiden Debütantinnen Simone Blum auf Alice und Laura Klaphake auf Catch me if you can, sowie Maurice Tebbel auf Chaccos‘ Son und Routinier Marcus Ehning auf Pret a Tout siegten am Donnerstagabend unter Flutlicht mit nur vier Fehlerpunkten. Nach dem ersten Umlauf hatte das deutsche Team, das den prestigeträchtigen Ländervergleich in der Soers in den vergangenen beiden Jahren gewonnen hatte, vor 40.000 Zuschauern schon aussichtsreich auf dem vierten Platz gelegen. Die beiden 24 Jahre alten Youngster Klaphake und Tebbel zeigten keinerlei Nervosität und blieben fehlerlos, Ehning (44) und Blum (29) leisteten sich jeweils einen Abwurf.

Der Mannschafts-Olympiasieger Ehning fand den Parcours trotzdem „für einen Nationenpreis zu einfach“, wie er im WDR sagte. 15 der 31 Starter waren im ersten Durchgang ohne Abwurf geblieben. Im zweiten Umlauf wurden einige Hindernisse dann auch leicht erhöht, bei Blum und erneut Klaphake stand trotzdem die Null. Blum sprach anschließend von einem „Wahnsinnsgefühl“ und versprach ihrer Stute Alice eine „ganz große Kiste Mangos“. Tebbel erhöhte durch einen Abwurf den Druck auf Ehning, doch der blieb cool und sicherte mit einem weiteren Nuller den Sieg. Die US-Nationalmannschaft führt nach dem Grand Prix vor Deutschland und Dänemark.

Die Entscheidung fällt am Samstag im Grand Prix Special. Beste Reiterin war Laura Graves aus den USA mit Verdades (80,606). Zweite der Einzelwertung war Cathrine Dufour aus Dänemark mit Cassidy (78,494). (mn/sid)

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