Roller Bulls unterliegen Hamburger Gästen

Rollstuhl-Basketball, Abstieg aus 1.Bundesliga fast sicher

Ein Fünkchen Hoffnung bestand vor der Schicksalspartie gegen die Gäste aus Hamburg. Doch nach der 61:67-Niederlage im Sportzentrum St.Vith müssen die Roller Bulls so gut wie sicher den Gang in die 2. Bundesliga antreten.

An die 500 treue Fans fieberten beim Samstagabendkrimi in der 1. Rollstuhl-Basketballbundesliga mit. Sie hofften mit den Rollerbulls auf einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf, doch am Ende machte sich nach der 61:67-Heimniederlage gegen den direkten Tabellennachbarn aus Hamburg die Enttäuschung breit.

Der direkte Abstieg in die Zweitklassigkeit schein besiegelt. Dabei hatten die Rollerbulls von Beginn der Partie alles in die Waagschale geworfen und exzellent gefightet. Einem 15:25-Rückstand im ersten Viertel folgte eine verbissene und leidenschaftlich geführte Aufholjagd im zweiten Spielabschnitt, der sogar mit der 37:33-Halbzeitführung belohnt wurde. 

Doch dann drehte der HSV mit seinen beiden Olympioniken Edina Müller und Maya Lindholm mächtig auf und es gelang, den Spieß noch einmal herum zu drehen.  Vor dem Finalviertel lagen die Rollerbulls knapp mit 47:49 im Hintertreffen.  Pech im Abschluss, Nervosität und Hektik im Spielaufbau, kaum nachvollziehbare Schiedsrichterentscheidungen brachten die Rollerbulls im Finish aus der Bahn: Nach dem Schlusspfiff leuchtete eine mehr als enttäuschende 67:61-Niederlage auf der SFZ-Anzeigetafel auf. 

Die Hoffnung auf den Klassenerhalt sinken somit praktisch gegen Null: Der ostbelgische Rollstuhlbasketballklub benötigt aus seinen vier ausstehenden Spielen vier Siege und muss dabei auch noch auf Schützenhilfe der Gegner hoffen. 

Es ist wahrscheinlich, dass die Roller Bulls ein Jahr nach dem fulminanten Wiederaufstieg den Weg in die Zweitklassigkeit antreten müssen. 

Einen ausführlichen Spielbericht mit Stimmen zur Partie bringt das GrenzEcho in einer späteren Ausgabe.

Kommentare sind geschlossen.