Studie zu Tihange lässt deutsche Regierung kalt

Atomkraft

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Im Auftrag der Städteregion Aachen war eine Risiko-Studie zum Atomkraftwerk Tihange erarbeitet worden. Nun teilte die deutsche Regierung allerdings mit, dass sie nicht vorhabe aufgrund dieser Studie ihre Katastrophenschutzplanung anzupassen.

Die Studie liefere keine Basis dafür, den Katastrophenschutzplanung anzupassen, stellte die Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestags-Grünen fest.

Gisela Nacken, Vorsitzende der Aachener Grünen, reagierte verärgert über diese Aussagen aus Berlin: „Wir sind empört über die Äußerungen zur Studie der Städteregion Aachen. Die zahlreichen Initiativen unserer Region werden von der Bundesregierung nicht ernst genommen und die gesamte Aktion der Lächerlichkeit preisgegeben.“

Die Bundesregierung will mit Daten, die von der Atomaufsicht (FANK) angeforderten wurden, eigene Berechnungen zur Ausbreitung radioaktiver Stoffe durchführen. Der Aachener Städteregionsrat Walter Etschenberg, der im Kampf gegen Tihange 100 Grenzkommunen vertritt, wertete das als „kleinen Fortschritt“. Aber auch er zeigte sich in der „Aachener Zeitung“ enttäuscht von den Reaktionen auf die Studie. (dpa/nawi)

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