GE-Lokalrunde in Raeren: Schon lange in neuer Heimat angekommen

Kommentar

Bei der LokalRunde in Raeren war das Verhältnis zwischen Alteingesessenen und Zugezogenen eines der Themen. | Foto: David Hagemann

Die GrenzEcho-LokalRunde in Raeren kommentiert Redakteur Jürgen Heck.

Wie nicht anders zu erwarten, war das Verhältnis zwischen Alteingesessenen und Zugezogenen bei der LokalRunde Raeren ein wichtiges Thema. Doch die Gesprächspartner und die Wortmeldungen aus dem zahlreichen Publikum ließen ein etwas überraschendes Bild entstehen. War in der vorab durchgeführten Telefonbefragung durchaus ein Graben zwischen „verschlossenen“ Raerenern und „einzig auf die (ost-) belgischen Vorteile bedachten“ Deutschen deutlich hervorgetreten, entstand im Laufe der Gesprächsrunde ein differenzierteres und unter dem Strich positiveres Bild vom Zusammenleben im Dorf. „Raeren ist meine Heimat“, brachte es die aus Aachen stammende Elisabeth Schoenen aus ihrer ganz persönlichen Sicht auf den Punkt. Und die Raerener seien durchaus offen, wenn man einen kleinen Schritt auf sie zumache, so eine weitere Feststellung.

Die Analyse der regen Publikumsbeteiligung lässt die Vermutung zu, dass es in Raeren inzwischen durchaus etwas anders zugeht als beispielsweise in Hauset, jedenfalls wenn man die LokalRunde als Maßstab anlegt.

In Hauset herrschte zum gleichen Thema Einhelligkeit: „Wir sprechen hier und heute über die, die nicht da sind“, hieß es sinngemäß über die Deutschen und ihre Beteiligung am Dorfleben. Im Bergscheider Hof am Sonntag zeigten die „neuen“ Raerener, dass sie längst in ihrer neuen Heimat angekommen sind.

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