Rund 500 Teilnehmer beim Tanzturnier der TSG Blau-Weiß Raeren

Wettbewerb

Vom Film Avatar inspiriert zeigten die Tänzerinnen der Karnevalspolizei Raeren ihr Können.

Beim Freundschaftsturnier der TSG Raeren in Gemmenich zeigten am Sonntag hunderte karnevalistische Tänzer einer Fachjury, was sie in der vergangenen Session auf die Beine gestellt haben.

Von Klaus Schlupp

Die Session ist vorbei, die Berliner gegessen, der Kelmiser Küsch verbrannt. Aber auf jeder Sitzung waren sie präsent: Tänzerinnen und Tänzer der Karnevalsgarden, Showtanzgruppen und Mariechen mit ausgezeichnetem Können und bewundernswerter Akrobatik. Grund genug für die TSG Blau-Weiß Raeren, am Sonntag ihr alljährliches Turnier zu veranstalten, bei dem sich die Gardistinnen, Showtänzerinnen und das Lontzener Männerballett einer Jury stellen und ihr Können bewerten lassen.

Die ostbelgischen Vereine, Paare und Solistinnen haben dabei ein besonderes Privileg: Gewinnen sie, nehmen sie den Ostenbelgien-Cup mit nach Hause, der dann das Regal im Vereinsheim schmückt. Die Gäste aus der Wallonie und Deutschland bekommen immerhin eine Urkunde. Die Gäste von weiter weg mögen besonders die freundliche und familiäre Atmosphäre, die die Gastgeber schaffen. „Wir kommen gerne hierher“, sagt dann auch Verena Spitzenberg von der Tanzgarde „Let’s dance“ aus Dormagen.

Auf der Bühne tanzt gerade Fabienne Bartz aus Gemmenich, die von der TSG Blau-Weiß-Raeren zur Föderation Europäische Narren (FEN) gewechselt ist. Die Sportlerin, die als Fitnesstrainerin das Tanzen zum Nebenberuf gemacht hat, ist und bleibt ein Ausnahmetalent mit ihrer phänomenalen Akrobatik und ihren Sprüngen.

Fabienne Barz belegte in ihrer Kategorie den ersten Platz, verteidigte den Wanderpokal der FEN und erhielt den Ostbelgien-Cup für die höchste Punktzahl des Turniers.

Oben machen sich Maxine Bühler und Geoffrey Jennes warm. Gleich beginnt der Auftritt des Tanzpaares der KG Till Eulenspiegel aus Lontzen. „Wir geben unser Bestes“, sagt Maxine Bühler. Und dieses Beste reicht. Knapp mit zwei Punkten Vorsprung gewinnen sie vor dem Tanzpaar der Karnevalspolizei Raeren im Gardetanz. In den Disziplinen unterscheiden die Veranstalter zwischen Gardetanz und Showtanz. Beim Ersteren stehen Akrobatik mit vielen Sprüngen und Würfen stärker im Fokus. Letzterer ist mehr Tanztheater und erzählt eine Geschichte wie beispielsweise die des Blockbusters „Avatar“, den die mittlere Tanzgruppe der Karnevalspolizei Raeren nacherzählt und beim Showtanz der 12-15-Jährigen den Ersten Platz holt. Natürlich kommt auch beim Showtanz Akrobatik vor, keine Frage. Die „Avatare“ bauen sich zu einer Pyramide auf. „Wir sind natürlich aufgeregt“, sagen Ina Komoth und Sabine Faymonville von der Karnevalspolizei Raeren. Schließlich gehet es für Ina um Solotanz und Sabine um Paartanz. Beide Mädchen loben die Konkurrenz. „Die sind sehr gut“, sagt Ina Komoth. Beide meistern ihre Auftritte souverän.

Oben sitzt die Jury. Die Juroren achten genau darauf, wie die Tänzer die Bühne aufteilen, wie die Ausstrahlung ist und wie sich das technische Können darstellt. Joelle Glittenberg, die gerade noch euphorisch aus der Umkleidekabine kommt, kann auch mit ihrer eigenen und der Leistung ihrer Gruppe der KG Till Eulenspiegel zufrieden sein. Schon seit acht Jahren tanzt die gerade einmal Elfjährige mit Freude, Können und Begeisterung. „Ich bin super zufrieden“, sagt sie.

Auch wenn sich mit dem Männerballett Lontzen und den Paartänzern auch hervorragende männliche Tänzer präsentiert haben, der Tanzsport ist und bleibt eine Domäne der Damen. Vor der Tür haben sich ein paar junge Herren versammelt. „Wir sind die wartenden Freunde“, stellen sie sich vor. Auch wenn es für manchen jungen Mann, der keinen Bezug zum Tanzsport hat, etwas langatmig sein kann, das Warten lohnt sich. Denn spätestens beim Hochzeitswalzer werden es die Bräutigame zu schätzen wissen, eine Braut an ihrer Seite zu wissen, die sich so schön und elegant bewegen kann.

Tänzer begeisterten beim Tanzturnier in Gemmenich

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