Raubüberfall auf Carrefour in Herbesthal

Kriminalität

Am Donnerstagabend ereignete sich im Carrefour in Herbesthal ein Raubüberfall. Der Täter ist mit der Beute, Bargeld in Höhe von 2.500 Euro, geflohen. Bisher fehlt von ihm jede Spur.

Von Nathalie Wimmer

Ein maskierter Mann hat laut Aussage der Staatsanwältin Andrea Tilgenkamp am Donnerstagabend den Carrefour-Supermarkt an der Neutralstraße in Herbesthal betreten. Er hielt der Kassiererin eine Waffe vor und verlangte den Inhalt der Kasse, der ihm ausgehändigt wurde. Daraufhin machte der Täter kehrt und verließ das Geschäft wieder. Die Beute beläuft sich auf 2.500 Euro. „Ob auf ihn ein Komplize mit einem Fluchtwagen wartete oder ob der Täter einen Pkw draußen geparkt hatte, wissen wir noch nicht“, so die Staatsanwältin. Auch ob es sich bei der Waffe um eine Attrappe oder ein funktionstüchtiges Instrument handelt, sei noch unklar.

Es gibt Kameraaufnahmen aus dem Geschäft, die einen Mann mit dunklem Hut und Sonnenbrille zeigen. Die Bilder werden zurzeit noch von den Ermittlern ausgewertet. Laut Staatsanwaltschaft wird ebenfalls ermittelt, ob es noch andere Aufnahmen von Kameras an umliegenden Gebäuden gibt.

Eine breit angelegte Suchaktion der Polizei habe bisher noch nichts ergeben. Der Täter, der als französischsprachig charakterisiert wurde, ist noch flüchtig. Einen Zeugenaufruf wolle man aber noch nicht herausgeben, so die Staatsanwältin, da die Ermittlungen noch in vollem Gang seien.

Die Kassiererin war am Donnerstag noch nicht vernehmungsfähig. „Sie hat einen Schock erlitten und ist total traumatisiert – verständlicherweise“, so die Staatsanwältin. Ob und wie viele andere Zeugen es gebe, und ob diese bereits verhört wurden, darüber konnte sie noch keine Auskunft geben.

Sollte der Täter gefasst werden, drohen ihm zwischen fünf und zehn Jahren Haft. Wegen der Nutzung einer Waffe könne diese Zeitspanne sogar noch erhöht werden, so die Staatsanwältin.

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