Raeren reicht Klage gegen Pferdebesitzerin ein

Tierhaltung

Am 7. Februar waren in Hauset vier Pferde beschlagnahmt worden. | Foto: Animaux en péril

Bezüglich der nicht artgerecht gehaltenen Pferde in Hauset (siehe GrenzEcho vom 10. und 22. Februar) wird nun auch die Gemeinde Raeren aktiv.

Dies erfuhr das GrenzEcho auf Nachfrage bei Bürgermeister Hans-Dieter Laschet (Mit Uns): „Das Gemeindekollegium hat am Mittwoch beschlossen, Klage gegen die Halterin einzureichen, weil sie über keine gültige Landwirtschaftslizenz verfügt, daher nicht mehr als zwei Tiere halten und auch keine Zucht betreiben darf. Sie betreibt somit ein illegales Geschäft.“ Das inzwischen vollkommen verschlammte Areal sei für eine so große Anzahl Pferde viel zu klein.

„Die Pferdebesitzerin hätte über eine gültige Landwirtschaftslizenz verfügen müssen.“

„Bei gewerblicher Absicht hätte eine Halle errichtet und Steuern entrichtet werden müssen“, so Hans-Dieter Laschet. Und er fügt an: „In keinem Fall werden wir auf diesem Areal eine Zucht genehmigen.“

Da die Tiere bisher nicht registriert waren, wurden sie dem Bürgermeister zufolge inzwischen untersucht, Blutabnahmen wurden durchgeführt und die Registrierung in die Wege geleitet. „Bis dieser Prozess beendet ist, können die Tiere nicht verkauft werden“, erklärt Laschet.

Vier Tiere waren aufgrund von Unterernährung und Krankheit am 7. Februar beschlagnahmt worden, zwölf weitere verblieben auf der Wiese in Hauset. Dagegen hatten sich Tierschützer aufgelehnt und unter anderem eine Online-Petition ins Leben gerufen. Von den übrigen Pferden sind Laschet zufolge inzwischen einige auf ein anderes Areal gebracht worden.

Kurzfristig jedoch hat auch die Gemeinde Raeren keine Handhabe: „Beschlagnahmen dürfen wir die Tiere nicht. Wir werden jedoch die Veterinärsinspektion auf dem Laufenden halten und in diesem Dossier auf jeden Fall am Ball bleiben. Spätestens am Freitag ist die Klage raus.“ (bmx)

  1. Meiner Meinung nach gehören in die Hände der halterin keineTiere mehr. Sonst wird sich das Leid immer wiederholen. Es besteht keine Einsicht…erst am Montag sagte sie mir gegenüber wörtlich: keines meiner Tiere war je in einem schlechten Zustand. Letztes Jahr kaufte sie einen neuen Hengst und mehrere Stuten, aus der Blutlinie, von der sie meiner Ansicht nach regelrecht besessen ist… Eine Stute war zum besamen!!! Obwohl die Situation bei ihren Pferden doch schon derart schlecht war.

  2. Diese armen Tiere dürfen nicht mehr zurück zu dieser Frau. Aber ich denke und hoffe, dass die Gemeinde sich hier durchsetzen wird. Ich freue mich darüber, dass die Besitzerin vielleicht gedacht hat „in Belgien bekomme ich keine Probleme damit“. Ich finde die Petition, die ich auch unterschrieben habe, wundervoll. Und sie hat ja wohl auch schon einiges bewirkt. Und mein großer Dank gilt „Animaux en péril.

  3. … ich frage mich nur, wie konnte die Gemeinde diese Zustände überhaupt zulassen und wieso wurde nie eine Lizenz überprüft, denn dann wäre es erst gar nicht so weit gekommen…

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