Radar-Anhänger am Grenzübergang in Winterspelt sorgt für Aufregung

Verkehr

Unmittelbar hinter der Grenze steht das Blitzgerät. | Foto: privat

Zur Bekämpfung von Geschwindigkeitsüberschreitungen im Straßenverkehr und der damit verbundenen Unfallgefahr setzt die Polizei immer wieder mobile Radarwagen ein. Die Termine werden regelmäßig von den Presseorganen angekündigt. So sind unter anderem in der zweiten Februarhälfte allein drei auf der A60 zwischen Prüm und belgischer Grenze anberaumt.

Für Aufregung unter den Verkehrsteilnehmern sorgte allerdings in den letzten Wochen das Aufstellen eines Trailers – also einer fahrbaren Geschwindigkeitsüberwachungsanlage, im Amtsdeutsch „Vitronic PoliScan speed“ – am Grenzübergang A60 Winterspelt-Steinebrück aus Richtung Ostbelgien.

Zunächst stand wohl die Anlage für längere Zeit unmittelbar hinter der Ourtalbrücke und jetzt auf dem Parkplatz neben dem ehemaligen deutschen Zollamt.

Ein aufgebrachter Autofahrer aus St. Vith: „Ich bin letzte Woche auf einer Einkaufsfahrt nach Saarbrücken hier geblitzt worden. Da stand das Gerät noch unmittelbar hinter der Brücke. Viele Ostbelgier fahren nach Bleialf und Prüm kaufen, die davon abgeschreckt werden. Sind in diesem geraden und übersichtlichen Streckenbereich schon einmal Unfälle passiert? Ich glaube nicht.“

Zurzeit unterhält das Land Rheinland-Pfalz 10 solcher Anlagen, die immer wieder für ein Zeitfenster von einigen Wochen an verschiedenen Standorten installiert werden. (boß/kf)

  1. Wenn man sich an die zulässige Höchstgeschwindigkeit hält passiert einem doch nix. Wo ist das Problem?

  2. Wer zum Einkaufen nach Prüm und Bitburg fährt, der muss schnell fahren? Oder wie verstehe ich das Zitat des aufgebrachten Bürgers? Und wer keinen Unfall baut, der hat in derselben Logik die Lizenz zum Schnellfahren?

  3. An diesem Teilabschnitt sind 100 km erlaubt – die Behörde in Speyer ist dafür zuständig. Ziel dieser mobilen Radarkontrolle ist natürlich die Staatskassen aufzufüllen und nicht für Verkehrssicherheit zu sorgen Herr Piron. Eine klassische Form der Abzocke.

    1. Ihrer Logik zufolge müssten demnach alle Geschwindigkeitskontrollen der Abzocke dienen, oder ?
      Wer sich an die erlaubte Geschwindigkeit hält wird auch kein „Opfer“ von Abzocke.
      Könnte es nicht auch sein, dass jemand, der bereits „Opfer dieser Abzocke“ wurde vielleicht sein Fahrverhalten ändert und somit seinerseits auch seinen Beitrag zur Verkehrssicherheit liefert ?

    2. . . so kann nur ein absolut belehrungsressistenter Raser argumentieren !
      wie auch sonst ??
      ganz einfach: wer nichr hören will, muss zahlen . . .

    3. Diese Art von Geschwindigkeitsbegrenzungen sind vollkommen überlebt!
      In Zeiten wo Fahrzeuge mit modernster Sicherheitstechnik und Assistenzsystemen ausgestattet sind sollten Geschwindigkeitsbegrenzungen dem Verkehrsaufkommen angepasst werden!
      Die Herrn Vomberg, Nikklas, Leonard, Stärk, Piront sind sicher die, die vorne im Stau stehen?
      Die Leute die viel Unterwegs sind, sei es beruflich oder anders sind echt bedauern.

  4. … egal was entlang der Straßen, steht oder hängt, soll befolgt werden Herr Stark….

  5. @André Veithen
    „Die Herrn Vomberg, Nikklas, Leonard, Stärk, Piront sind sicher die, die vorne im Stau stehen?“

    richtig, Herr Veithen, wir stehen vorne im Stau, weil Leute wie Sie gerade wegen Unfähigkeit im Straßenverkehr in den Graben oder vor einen Baum „gerutscht“ sind, und die Hilfskräfte dabei sind, Ihre Reste wegzuschaffen . . .
    auch sehr aufschlussreich:
    https://www.facebook.comandrerobert.veithen.9photos?lst=100003847235353%3A100022759734006%3A1519585221&source_ref=pb_friends_tl

    1. Herr Nikklas,
      Sie haben vollkommen recht.
      Personen vom Schlage @Andre Veithen, die es immer (aus beruflichen Gründen) eilig haben und sich darum nicht um Regeln scheren wollen… endeten früher als kleines Kreuzchen am Straßenrand – leider auch viele ‚Unschuldige‘ mit Ihnen.
      In Deutschland gibt es für die Dauereiligen heute die MPU – im Volksmund auch ‚Idiotentest‘ genannt – nomen est omen?

  6. @ A. Veithen
    Ich bräuchte da noch ein paar Zusatzinformationen.
    1. Gilt die von ihnen vorgeschlagene Anpassung der Geschwindigkeit an das Verkehrsaufkommen nur für die Autobahn oder auch für Landstraßen und Wohngebiete?
    2. Gibt es Assistenzsysteme, die die Geschwindigkeit automatisch dem Verkehrsaufkommen anpassen ? Bei mir heißt das Bremse und Gaspedal.
    3. Mein Auto ist ohnehin nur mit einem Berganfahrassistenten ausgestattet (nett aber auch überflüssig, denn im Berg anfahren ist meine Paradedisziplin). Hilft auch der oder muss ich demnach langsamer fahren als Sie ?
    4. Haben sie sich schonmal mit Stauursachen beschäftigt? Die Einhaltung der Geschwindigkeit und Geschwindigkeitsbegrenzungen gehören m.W. nicht dazu. Unfälle als Folge von Rasen schon. Neuerdings geschehen auch schon Unfälle, da Autofahrer sich alleine nur noch auf ihre Assistenzsystem verlassen. Warum dann noch auf die Fahrbahnbegrenzungen achten, in den Rückspiegel schauen, fitt und ausgeruht Auto fahren, Abstand halten, auf Fußgänger aufpassen, …macht doch alles mein Auto, nicht wahr ?
    5. Wenn die Polizei ihre Geschwindigkeitskontrollen im Vorfeld bekannt gibt, wenn jemand seine Augen benutzt oder – wenn es gar nicht anders geht – auch auf die Warnsignale seines Navis (Assistenzsystem) hört, das sowohl vor Geschwindigkeitsübertretungen als auch vor stationären wie mobilen Kontrollen warnt und wer dennoch schneller fährt als erlaubt, fährt offensichtlich nach dem Motto „Freie Fahrt für freie Bürger“. Aber dies hat dann auch seinen Preis.
    Manche bezahlen diesen mit … ihrem Leben.

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