Publifin-Affäre um Alfred Lecerf: Das Haus Union wankt

Kommentar

Lontzens Bürgermeister Alfred Lecerf äußerte sich am Freitagabend auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde Lontzen öffentlich zu der Publifin-Affäre.
Lontzens Bürgermeister Alfred Lecerf äußerte sich am Freitagabend auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde Lontzen öffentlich zu der Publifin-Affäre. | Foto: Ralf Schaus

Die Publifin-Affäre hat die Politik blamiert. Dreieinhalb Jahre kassierten 25 Politiker stillschweigend üppige Sitzungshonorare von der wallonischen Interkommunalen. Davon profitiert hat mit Alfred Lecerf (CSP) auch ein ostbelgischer Volksvertreter. Zwar war es nicht illegal, die Hand wortlos hinzuhalten und abzusahnen, aber unmoralisch war es dennoch. Ein Kommentar.

Von Carsten Lübke

Auf dem

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?

REGISTRIERUNG für neue Nutzer

Neu hier? Testen Sie 14 Tage lang unser Angebot kostenlos und unverbindlich, indem Sie sich registrieren
Registrieren
  1. Dieser Kommentar steht in einem seltsamen Kontrast zu dem Leserbrief direkt daneben, den ich der Einfachheit halber zitieren möchte:

    „Man kann dem Lontzener Bürgermeister Lecerf nur gratulieren zu seinem Entschluss, die unverständlichen Honorare von Publifin einem guten Zweck zu spenden. Dies geht auf jeden Fall weiter, als sich eben mal zu schämen und die Sache dann unter den Teppich kehren zu wollen mit der Bemerkung, er habe die Vergütung ja nicht mitbeschlossen … so wie andere Politiker – auch aus der DG – es zu tun pflegen.“

    Da kann nun jeder wählen, für welche Seite er sich entscheidet, ob er dem Herrn Lecerf zu seiner edlen Geste gratuliert oder Herrn Lübke beipflichtet.

    Weiter heißt es in dem besagten Leserbrief: „Und seine Erklärung, die Spenden würden integral karitativen Zwecken der Gemeinde zugutekommen, lässt uns hoffen, dass er später transparent hierüber Rechenschaft ablegt und so den Beweis erbringt, dass er tatsächlich gespendet hat.“

    Das würde man allerdings erwarten können. Nicht, dass den Worten später dann keine Taten folgen, wenn Gras über die Sache gewachsen ist.

    Ein anderer Aspekt wäre die steuerliche Absetzbarkeit solcher Spenden. Wer 30.000 € spendet und diesen Betrag unter Berücksichtigung der dafür geltenden Regeln von seiner Einkommensteuer absetzten kann, wie viel spendet der dann letztendlich?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Bitte beachten Sie unsere Netiquette, wenn Sie den Artikel kommentieren möchten.