Party auf neuer schmucker Narrenburg der KKG Bütgenbach

Rosenmontag

Aus Amel kamen die Hippies aus den 70er Jahren.

Am Rosenmontag säumten zum Höhepunkt des Bütgenbacher Straßenkarnevals unzählige Närrinnen und Narren als Zuschauer die Straßen, als sich 85 Fuß- und Wagengruppen mit rund 1.800 Teilnehmern in fantasievollen Kostümen in Bewegung setzten.

Von Lothar Klinges

Das dritte Prinzenpaar der KKG „Rot-Weiß“, Jochen I. und Sidonia I., stand zusammen mit dem neunten Kinderprinzenpaar im neuen Prinzenwagen der KKG Rot-Weiß, denn die alte Wagenburg war in die Jahre gekommen. In dem neuen Prunkwagen wurden Bütgenbacher Motive verarbeitet, so der Steiner Hof, das Viadukt und die Burg, dazu die geschichtsträchtigen Wappen der ehemaligen Herrscher von Bütgenbach. Gottfried Brüls, Dirk Veithen, Stefan Brandenburg haben unter der Anleitung von Raymond S., aus dessen Feder der Entwurf stammt, in den letzten vier Wochen bei unzähligen Stunden eine Meisterleistung vollbracht, berichtete KKG-Vizepräsident Sven Schommer.

Auch die zahlreichen Narren hatten sich mit ihren bunten Motivwagen mächtig ins Zeug gelegt.

Nicht nur alle Ortschaften der gastgebenden Gemeinde waren mit großen Fußgruppen im „Zoch“ vertreten, fast 20 weitere Ortschaften aus allen Eifelgemeinden konnten wir unter den Zug-Akteuren zählen.

Die ortseigenen Gruppen aus Bütgenbach waren insgesamt elf Mal im Rosenmontagszug vertreten, so eine herrliche Gruppe bunter Schmetterlinge mit der großen Raupe Nimmersatt. Mit 70 Personen war der Bütgenbacher Ortsteil „Am Hügel“ mit einer tollen Nachbarschaftsgruppe als mexikanische Totensänger vertreten.

Passend zum karnevalistischen Treiben erschienen als mit Abstand größte Gruppe eine tolle Gemeinschaftsproduktion von 112 Berger Indianern mit der rauchenden Friedenspfeife, samt Pferdegespann und Büffeln.

Eine farbenfrohe Gruppe aus Nidrum präsentierte sich als jecke Affen mit Affenkäfig, eine weitere Quiquaker-Gruppe als Steinzeitmenschen mit mürrischem Mammut.

Im nahen Steeklöpperdorf Weywertz wird ordentlich Karneval gefeiert. Von dort waren mehrere Jugendcliquen und Familiengruppen in beachtlicher Zahl mit vier Motto-Wagen aufgetreten, so die Farmer mit Farm und rollendem Milchfass.

Aus dem höchstgelegenen Wasserwerk-Dorf der Gemeinde präsentierten sich die Krankenpfleger samt Elsenborner Uni-Klinik. Eine Gruppe aus der närrischen Nachbargemeinde Amel präsentierte die Flower Power-Generation mit dem bunten VW-Hippie-Bus, während eine andere Gruppe vom Hof Amel den wohl gefürchtesten At-At Kampfläufer mit Angriffsfahrzeug auf beinähnlichen Pylonen darstellte.

Weitere Gruppen waren ein PRS Racing Team mit Bolide aus Herresbach, Stema-Punk in Wild-Wild-West Formation und The Giant Spider aus Heppenbach. Ein weiterer Blickfang war das spektakuläre Ghostbuster Mobil mitsamt Geistersauger und den Deidenberger Geisterjägern, sowie der Queen-Garde und dem City Sightseeing aus Medell und die Medeller Clowns mit vielen bunten Luftballons.

Ihre Kollegen aus Montenau-Iveldingen präsentierten die Montinger Football Arena.

Wie jedes Jahr beehrte die St.Vither Chiro den Rosenmontagszug in der Nordeifel, in diesem Jahr als Piraten mit dem Piratenschiff „Black Pearl“. Die Rechter Steam-Punker zeigten sich mit einer dampfenden Fabrik, während die Eifeler Karnevalsjecken „Cap und Capper“ mit Großmutters verrückter Fahrt auftrumpften.

Zielsicher gaben sich die Jecken aus dem Süden Ostbelgiens, nämlich die Grüfflinger Robin Hoods mit Hütte in Sherwood Forrest, während die Aldringer als Asterix und Obelix das jecke Gallische Dorf in die Nordeifel brachten. Auch die Neidinger und Breitfelder waren als Asterix und Obelix jedoch in der Zaubertrankküche von Miraculix unterwegs.

Letztendlich rundete die neue prächtige fahrende Narrenburg der KKG Rot-Weiß mit Präsident Alain Heck das fröhliche und farbenfreudige Bild ab, wobei das dritte KKG-Prinzenpaar, wie die Vorgänger-Prinzenpaare und das Kinderprinzenpaar bei zentnerweise Süßigkeiten, ausgiebig feierten.

Rosenmontagszug in Bütgenbach

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