„Millionen sinnlose Opfer“

Gedenkfeier

Die Kinder des 5. und 6. Schuljahrs aus Hünningen haben das Thema Ardennenoffensive im Unterricht behandelt.

Seit 2008 erinnert das Denkmal „Gegen das Vergessen“ auf Roderhöhe in Wirtzfeld an die Millionen Opfer des Zweiten Weltkriegs und vor allem der Ardennenoffensive, die hier vor genau 73 Jahren ausbrach.

Von Arno Colaris

Um die Erinnerung an diese schrecklichen Ereignisse wach zu halten, richten das Lager Elsenborn und die Gemeinde Büllingen jedes Jahr eine symbolträchtige Gedenkfeier aus.

„Es ist gerade mit Blick auf die unsichere Weltlage unsere Pflicht, die leidvollen Kämpfe, die sich hier im Winter 1944-45 zugetragen haben, nie in Vergessenheit geraten zu lassen“, sagte Lagerkommandant Jean-Marie de Condé. Das Lager Elsenborn hatte die Errichtung des Denkmals, das auf eine Initiative der Vereinigung der Museen der Ardennenoffensive (AMBA) zustande kam, seinerzeit maßgeblich unterstützt. Zugleich erinnerte de Condé aber auch daran, dass das „Denkmal gegen das Vergessen“ für die Völkerverständigung stehe. Büllingens Bürgermeister Friedhelm Wirtz rechnete vor, dass allein der Zweite Weltkrieg 55 Millionen Todesopfer gefordert habe – „eine unvorstellbare Zahl, dazu kommen Millionen Verletzte, Vermisste und Hinterbliebene. Bei dieser Gedenkfeier blicken wir hinter die Statisitik, denn hinter den Zahlen stehen Millionen einzelner Schicksale.“ Daran wollen künftig auch die Kinder des 5. und 6. Schuljahrs aus Hünningen erinnern, die sich im Unterricht mit der Ardennenoffensive auseinandergesetzt haben und das eigene Wissen später mal an ihren eigenen Kinder weitergeben möchten.

Begleitet wurde die Feier durch einen Dudelsackspieler und das militärische Hornsignal „The Last Post“.

Gedenkfeier am Denkmal „Gegen das Vergessen“ auf Roderhöhe: Büllingens Bürgermeister Friedhelm Wirtz, Lagerkommandant Jean-Marie de Condé und die Schulkinder aus Hünningen sprachen mahnende Worte. | Foto: Arno Colaris

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