Kälte, Kamelle und etwas Schneegestöber in Büllingen

Straßenkarneval

Lustige Batwomen aus Honsfeld.

Eiseskälte und teilweise Schneegestöber begleiteten den Rosenmontagszug in Büllingen. Zum Auftakt konnte Bürgermeister Friedhelm Wirtz die Prinzen Cédric I. (Büllingen), David II. (Mürringen) und Kinderprinz Samuel I. empfangen.

Der Empfang fand aber in der Notdienstzentrale statt, da das Rathaus wegen Umbauarbeiten bekanntlich nicht zur Verfügung steht. Danach zog die Delegation zur Bühne, die in diesem Jahr vor dem Haus Weber aufgebaut war. Nach der Einleitung von Edmund Pfeiffer richtete Bürgermeister Wirtz das Wort an die Anwesenden. Mit einer Reimansprache wünschte er allen Gästen einen unterhaltsamen Tag.

Alsdann übergab er den Gemeindeschlüssel an Prinz Cédric I. Erstmals wohnte auch das Prinzenpaar aus Udenbreth, der aus Wirtzfeld stammende Prinz Danny und seine Julia, der Zeremonie bei.

Mit etwas Verspätung setzte sich der Lindwurm in Marsch. Prinz Cédric I nebst Pagen und seine Garde nahmen einen Teil der Parade ab, ehe der Hofstaat sich zum Prunkwagen begab. Der Zug bestach erneut durch seine Vielfalt und manche Vereine hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um ansprechende Motive zu präsentieren. Die Büllinger Eskimos gefielenit ihren Kostümen. Die stechenden Bienen stachen vor allem mit Bienenstich oder Hochprozentigem zu und fanden viel Anklang – ebenso die eiskalten Venn- knöpp aus Honsfeld, die das Thema wettertechnisch gut getroffen hatten.

Natürlich war die Nachbargemeinde aus Udenbreth wieder mit einigen Wagen und Motiven vertreten. Besonders hervor stachen die Minions aber auch der Prinzenwagen. Die Schnapswaldklinik vom Weißen Stein wurde ihrem Namen gerecht. Das Schiff des JGV Wirtzfeld war ein absoluter Hingucker, und da man sich einen Werbeslogan einer deutschen Baumarktkette zu nutzen machte, verdiente sich der Verein den Respekt für die Verwirklichung.

Das Thema Fußball-WM war zweimal vertreten, einmal der zerplatzte Traum von den Niederlanden und Italien und dann die Roten Teufel. Hier übte sich Prinz Cédric am Torwandschießen. Dann folgte mit Kinderprinz Samuel I. und seinem Gefolge der nächste Höhepunkt. Die „Drunken Sailors“ aus Rocherath ernteten ebenfalls viel Zuspruch. Bei den Schotten aus dem Treeschland sah man, dass unter dem Schottenrock gar nichts ist. Trotzdem waren die Tanzshoweinlagen ein echter Hingucker.

Nach Prinz David II. und seinem Gefolge reiste die Hippies an und sehnten sich nach den achtziger Jahren. Die Ex-Prinzen dürfen im Zug nicht fehlen. Die Cabwoman’s nahmen es mit dem Joker auf, deren Charme reichte aber allemal zum Erfolg. Beeindruckend war der Wagen der Jugend aus Hünningen, die das Thema Ritterburg ausgewählt hatten. Daran schloss sich die Fußgruppe an.

Der JGV Büllingen bestach mit einem tollen Wagen zum Thema „Schlaf Kindlein Schlaf“ und auch die Fußgruppe dazu zeigte viel Glanz und Elan bei ihren Tanzeinlagen. Den Abschluss bilden traditionell die Tanzmariechen, der Hofstaat des Prinzen und seine Tollität Cédric I. nebst Pagen Elena und Melanie. Während des ganzen Zuges regnete es Kamelle und Konfetti und zwischendurch herrschte sogar Schneegestöber. Gegen Zugende schien dann wieder die Sonne. Doch der Wind sorgte für bitterkaltes Wetter, was die Narren am Wegesrand etwas frösteln ließ. (glo)

Die Motivvielfalt in Büllingen war riesig.
Diese Schotten waren ausgesprochen gut drauf.
Die Büllinger Hippies amüsierten sich prächtig.
Was hilft besser gegen die Kälte als ein fesches Tänzchen. | Foto: nc-media
Prinz Cédric I. war ganz in seinem Element.
Prinz David II. aus Mürringen hatte beim Rosenmontagszug in Büllingen quasi ein Heimspiel.

Rosenmontagszug in Büllingen

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