Werbung für Internet-Wetten strenger regeln

Gesetzesvorschlag

Online-Wetten sollen in Zukunft strengen Regeln unterliegen. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag liegt in Belgien zur Abstimmung vor. | Foto: dpa

In den kommenden Wochen müssen sich Anbieter von Sportwetten auf strengere Regeln einstellen, wenn es um die Werbung für ihre Produkte geht. Vor allem Sportwetten im Internet sind davon betroffen.

Wie die Zeitungen der Gruppe Mediahuis (u. a. „De Standaard“ und „Het Nieuwsblad“) in ihrer Samstagausgabe berichten, wird es bald nicht mehr erlaubt sein, während der Übertragung von Sportereignissen Werbung für Online-Wetten zu machen. Diese Werbungen müssen in Zukunft mit einem Warnhinweis versehen werden und dürfen als TV-Werbung erst nach 20 Uhr laufen.

Justizminister Koen Geens (CD&V) hat schon vor längerem angekündigt, dass an einem entsprechenden Gesetzestext gearbeitet wird. Jetzt muss der Vorschlag noch vom Ministerrat abgesegnet werden. Mit dem neuen Gesetz soll Werbung für Internet-Wetten während eines laufenden Sportereignisses verboten werden. Das Werbeverbot gilt bei einem Fußballspiel auch während der Pause. Werbung für jede Art von Glücksspielen darf ganz im Sinne des Jugendschutzes nicht mehr vor 20 Uhr im Fernsehen gezeigt werden.

Neu ist auch, dass Bierwerbung mit einem Hinweis auf mögliche Gefahren für die Gesundheit versehen sein muss. Hierbei handelt es sich um eine Maßnahme, die von den Brauereien des Landes bereits in Eigeninitiative in einer Charta festgehalten worden ist.

Das neue Gesetz soll es der für das Glücksspiel zuständigen Aufsichtsbehörde ermöglichen, Werbekampagnen sofort zu beenden, wenn diese beispielsweise zu exzessivem Spiel aufrufen bzw. animieren. Die sogenannte Glücksspielkommission verfügt bereits heute über die nötigen Kompetenzen, um gewisse Werbungen und Glücksspiele zu verbieten. Allerdings sind die Auflagen dafür, was erlaubt ist oder nicht bisher nicht ganz klar. Das soll sich mit dem neuen Gesetz ändern. (um/belga)

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