Weniger Kupferklau

Eisenbahn

Begehrt unter Langfingern: Kupferkabel entlang der Bahngleise. | Foto: Photo News

Kupferklau auf dem Schienennetz war lange Zeit eine echte Plage. Die Reparaturen kosteten Infrabel und SNCB viel Geld. Diese Diebstähle führten auch zu erheblichen Verspätungen der Züge, die teilweise gestrichen werden mussten. Im Mai 2013 starteten SNCB und Infrabel einen Aktionsplan gegen den Diebstahl von Kupferkabel. Fünf Jahre später hat sich dieser Plan bewährt.

Die Diebstähle sind stark zurückgegangen, wie Mobilitätsminister François Bellot (MR) auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Wouter Raskin (N-VA) erklärt.

Der nationale Aktionsplan sah multidisziplinäre Maßnahmen vor. Die Bahnpolizei wurde durch hundert Beamte verstärkt. Außerdem wurde eine permanente Überwachung der Vorfälle eingerichtet. Ein neues Gesetz verbietet Barzahlungen im Kupferhandel. Gleichzeitig wurde der Handel mit Altmetallhändlern klarer definiert und abgegrenzt, sodass illegale Händler schneller aufgedeckt werden können.

Laut den Zahlen des Mobilitätsministers ist die Anzahl der Kupferdiebstähle stark zurückgegangen: Während im Jahr 2013 noch 498 Vorfälle registriert wurden, waren es im Folgejahr nur noch 162 und im Jahr 2017 63. Im Januar 2018, dem letzten Monat, für den Zahlen vorliegen, gab es vier Vorfälle. (gz)

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