Institut kürt Gent zur lebenswertesten Stadt des Landes

Studie

Wurde zur lebenswertesten Stadt Belgiens gekürt: Gent. | Foto: belga

Nirgendwo in Belgien lebt es sich so gut wie in Gent. Zu diesem Schluss kommt zumindest eine von Greenpeace beauftragte Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie.

Untersucht wurden die fünf bevölkerungsreichsten Städte des Landes: Brüssel, Antwerpen, Gent, Lüttich und Charleroi. Anhand von 21 Parametern, darunter unter anderem öffentliche Verkehrsmittel, Verkehrssicherheit und Luftqualität, erstellte das Wuppertal Institut ein Ranking in Bezug auf die höchste Lebensqualität. Unter dem Strich grüßt Gent, gefolgt von Brüssel, Antwerpen, Lüttich und Charleroi, von Platz eins. Die ostflämische Metropole konnte insbesondere durch ihren Verkehrsplan, die große Anzahl Fahrradnutzer und ihre Parkplatzmaßnahmen punkten.

Die Studie hat außerdem ans Licht gebracht, dass hierzulande noch einiges möglich ist. „Verglichen mit anderen europäischen Städten wie Paris, Amsterdam und Kopenhagen ergeben sich in Belgien noch Verbesserungsmöglichkeiten. In Brüssel sollte Infrastruktur für Radfahrer Vorrang bekommen. Gent und Antwerpen sollten mehr in Verkehrssicherheit und öffentliche Verkehrsmittel investieren“, bekräftigt Joeri Thijs von der Non-Profit-Organisation Greenpeace.

Aber auch in Lüttich und Charleroi müssten noch einige Stellschrauben gedreht werden, vor allem was die Mobilität betrifft. Denn in beiden wallonischen Städten nutzen noch zu viele Menschen das Auto oder Motorrad. Während in Charleroi 84 Prozent aller Fortbewegungen mit dem Pkw oder Kraftrad betätigt werden, sind es in Lüttich 76 Prozent. Zum Vergleich: In Gent sind es laut Studie „nur“ 41,2 Prozent.

Positiv vorzuheben ist aber auch, dass Brüssel nicht nur über ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz verfügt, sondern auch und seit Kurzem über eine Niedrigemissionszone. Lob gab es auch für Antwerpen, das in puncto Verkehrssicherheit am besten abschnitt und seit 2017 ebenfalls eine Niedrigemissionszone eingeführt hat. (calü)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte beachten Sie unsere Netiquette, wenn Sie den Artikel kommentieren möchten.