Hypnose in der Vernehmung: Polizei-Methode hat ausgedient

Kriminalität

Illustrationsbild | Foto: belga

Die belgische Polizei konnte bislang Zeugen, ja sogar Opfer in Hypnose versetzen – zumindest unter anderem dann, wenn sie zugestimmt hatten -, um aus dem Unterbewusstsein noch mehr Einzelheiten zu erfahren. Doch damit soll jetzt Schluss sein.

Wie die Tageszeitung „La Dernière Heure“ berichtet, sollen die Beamten nun Abstand von der Methode genommen haben, da Aussagen unter Hypnose nicht zuverlässig sind und vor Gericht keine Beweiskraft haben. Alternativ will die Polizei ab sofort auf kognitive Befragungen bauen.

Zur Einordnung: Anhand der „Unterhaltung“ soll der Befragte angeleitet werden, seine dysfunktionalen Denkinhalte zu identifizieren und zu verändern. Konkret wird der Zeuge oder das Opfer so zum Beispiel nach belanglosen Details gefragt, die wiederum den Kontext eines Vorfalls mental wiederherstellen können. (belga/calü)

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