Hooligans am Himmel

Luftfahrt

Immer häufiger treiben „Flugzeug-Hooligans“ in den Kabinen ihr Unwesen. | Foto: dpa

Renitente Raucher, betrunkene Randalierer, enthemmte Reisende. Am Himmel komme es immer häufiger zu Vorfällen mit „Flugzeug-Hooligans“, wie aus Zahlen der internationalen Luftfahrtorganisation IATA hervorgeht.

Bei Brussels Airlines werden täglich vier Zwischenfälle gemeldet, hat die flämische Zeitung „Het Nieuwsblad“ in Erfahrung gebracht. Meist geht es um betrunkene Fluggäste, die an Bord Unruhe stiften, aber in zwölf Prozent der Fälle kommt es auch zu physischer Gewalt: Alkohol, Rauchverbot, Streit um Sitzplätze oder ums Essen; die Hemmschwelle zur Gewalt wird oft wegen Lappalien überschritten, und Passagiere gehen aufeinander los.

Flugbegleiter sind zu einem Bericht verpflichtet, wenn ein Passagier bewusst die Sicherheitsbestimmungen übertritt, Meist geht es um relativ kleine Zwischenfälle, wie ein betrunkener Störenfried. Bei Brussels Airlines wurden im vergangenen Jahr 1.500 derartige Protokolle verfasst. Weltweit hat die IATA eine Zunahme von Pöbeleien über den Wolken festgestellt. Bei den meisten Klagen geht es um betrunkene Passagiere, gefolgt von Fluggästen, die heimlich versuchen zu rauchen.

Der EU-Abgeordnete Ivo Belet (CD&V) plädiert zusammen mit einigen Kollegen für eine schwarze Liste mit „Flugzeug-Hooligans“: Passagiere, die zu weit gehen und deshalb nicht mehr mit europäischen Fluggesellschaften fliegen dürfen. Die EU-Kommission, die eine solche Liste erstellen müsste, findet das allerdings keine gute Idee. (gz/vrt)

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