Belgien wird am 1. Januar zehn Hektar kleiner

Geländetausch

Belgien gibt in der Neujahrsnacht zehn Hektar seines Grundgebietes an die Niederlande ab. Illustrationsfoto: Photo News

Am 1. Januar 2018 wird ein im November 2016 von den Außenministern Belgiens und der Niederlande vereinbarter Geländetausch Wirklichkeit. Durch die Korrektur des Grenzverlaufs wird unser Land um zehn Hektar kleiner, während die Niederlande zehn Hektar hinzugewinnen.

Konkret gibt Belgien das 14 Hektar große Naturreservat Eijsder Beemen, gelegen bei Lanaken, nördlich von Visé, an die Niederlande ab. Andererseits erhält unser Land einen vier Hektar großen Geländestreifen hinzu, der bisher den nördlichen Nachbarn gehörte. Beide Gebiete sind unbewohnt.

Durch diesen Tausch wird der Verlauf der Grenze wieder mit dem Lauf der Maas übereinstimmen. Vor einigen Jahrzehnten war es hier durch den Bau von Kanälen und die Begradigung der Maas zu Grenzverschiebungen gekommen, die zur Folge hatten, dass belgisches Gelände auf dem Landweg nur über niederländischen Grund erreichbar war.

Der Geländetausch vereinfacht unter anderem die Arbeit der Polizei beider Länder. Drogendealer hatten sich den unlogischen Grenzverlauf immer wieder zunutze gemacht, um sich dem Zugriff der Beamten zu entziehen. Auch administrativ dürfte die neue Grenzziehung einiges erleichtern.

Der Vertrag über den neuen Grenzverlauf war im Beisein der belgischen und niederländischen Könige unterzeichnet worden. Er tritt nach der Ratifizierung durch die Parlamente beider Länder mit dem Jahreswechsel in Kraft.

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