Belgien lässt Dänin nicht einreisen

Vollverschleierung

Seit 2011 ist in Belgien ein Verbot der Vollverschleierung in Kraft. Illustrationsbild: dpa

Belgien hat einer Dänin bei einem Zwischenstopp in Brüssel die Einreise verwehrt, weil sie ihre Vollverschleierung nicht für die Grenzkontrolle lüften wollte. Dies bestätigte die föderla Polizei am Samstag.

Die Frau im Nikab – der nur einen Sehschlitz freilässt – wurde zurück nach Tunesien geschickt, wo sie ihre Reise angetreten hatte. Eigentlich wollte sie nach Kopenhagen weiterfliegen. Da Brüssel der erste Stopp im europäischen Schengenraum war, sollte sie dort kontrolliert werden.

Den Fall hatte der belgische Migrationsminister Theo Francken auf Facebook publik gemacht. „Menschen, die sich weigern, sich zu identifizieren, können wir unmöglich Zugang zu Schengen gewähren“, schrieb der Politiker der nationalistisch-flämischen Partei N-VA. Angekommen war die Frau demnach am Mittwoch aus Tunis, am Freitag wurde sie laut Francken dorthin zurückgeschickt.

Der Fall sei sehr ungewöhnlich, sagte der Sprecher der Polizei, Guy Theyskens. Verschleierte Frauen, die sich nicht in der Öffentlichkeit von Männern kontrollieren lassen wollten, ließen dies meist in abgetrennten Räumen durch Polizistinnen zu. In diesem Fall habe sich die Reisende aber nicht überzeugen lassen.

Die Entscheidung zur Rückreise nach Tunis habe die belgische Einwanderungsbehörde getroffen. Die Frau sei zeitweise an einem Ort außerhalb des Flughafens untergebracht gewesen. Das sei rechtlich gesehen keine Einreise nach Belgien, sagte der Sprecher.

In Belgien gilt seit 2011 ein Verbot der Vollverschleierung mit Burka oder Nikab. Das habe in diesem Fall aber keine Rolle gespielt, sagte Theyskens. (dpa)

  1. Eine richtig gute Entscheidung !!!
    Wer zu uns in unserem Land oder nach Europa möchte hat sich anzupassen und an unsere Regeln zu halten !! Glückwunsch an unsere Polizei !! Weiter so

    1. Frau Koslowki hat im Prinzip recht.Jedoch wende ich ein:wenn benannte Dame im bikini einen Strand in Saudi-arabien aufsuchen will,wird sie grosse Probleme mit der dortigen Polizei haben.D.H. Braeuche oder Gesetze sind nicht gut oder schlecht weil sie aus Belgien oder Peru stammen,sondern weil sie in einer konkreten Situation sinnvoll und gerecht sind
      Wer entscheidet darueber? Das Volk,die Partei,die „Machthaber“.Was auch,dies bemerke ich als Pfarrer fuer Kirchen (suo modo) gelten duerfte.
      Pater Joseph Meyers

  2. „Wer zu uns in unserem Land oder nach Europa möchte hat sich anzupassen und an unsere Regeln zu halten !“

    Eine gute Maxime, der man nur beipflichten kann, zumal wir Europäer uns auch immer strikt daran gehalten haben bzw. halten.

    Nach der Entdeckung Amerikas war es den Konquistadoren und Siedlern eine Herzensangelegenheit, sich in die verschiedenen Gemeinschaften und Völker der Ureinwohner zu integrieren, deren Gebräuche und Sitten anzunehmen und auf diese Weise ein für beide Seiten vorteilhaftes harmonisches Zusammenleben zu pflegen.

    Auch im Kongo haben die Belgier dieses Prinzip angewandt und alle Berichte über Gräueltaten, Zwangsarbeit, Handabhacken und dergleichen sind alles böse Verleumdungen.

    In Indien haben die englischen Sahibs und ihre Gattinnen auch keine Scheu gekannt, die Lebensgewohnheiten und die Religion der Hindus anzunehmen.

    Und heute? Die Europäer, die als Touristen in exotische Länder reisen, erwarten auch nicht, am Flughafen von klimatisierten Bussen abgeholt zu werden, in ebenso klimatisierte Hotels gefahren zu werden, um dort ihre heimatlichen Gerichte serviert zu bekommen, allenfalls garniert mit einem leichten Touch lokaler Küche. Nein, man teilt die Lebensgewohnheiten der Einheimischen … beim Folkloreabend im Hotel.

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