Auf dem Radar des Auslands: Sollte Belgien sein wirtschaftliches Potenzial nicht besser schützen?

Auslandsinvestitionen

Mit staatlich geförderten Firmenkäufen im Ausland will China seinen wirtschaftlichen Einfluss vergrößern und effizienter werden. | Foto: reporters

Was haben Callebaut, Côte d‘Or, Godiva, Maes und Devos-Lemmens gemein? Allesamt Marken, auf die wir Belgier stolz sind. Richtig. Nur: Sie sind schon längst nicht mehr in belgischer Hand. Die Belgier geben ihren industriellen Kronjuwelen weniger Bedeutung als beispielsweise die Franzosen oder Deutschen. Sollte unser Land sein wirtschaftliches Potenzial, seine

Von Gerd Zeimers

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  1. „Was haben Callebaut, Côte d‘Or, Godiva, Maes und Devos-Lemmens gemein? Allesamt Marken, auf die wir Belgier stolz sind. Richtig. Nur: Sie sind schon längst nicht mehr in belgischer Hand. “

    Man könnte zwei weitere Namen aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft hinzufügen:

    – Magotteaux in Vaux-sous-Chèvrement, weltweit präsent als Zulieferer für die Zementindustrie, wurde vor einigen Jahren an eine chilenische (nicht „chinesische“) Firma verkauft. Die Produktionsstätten in Belgien wurden oder werden fast gänzlich geschlossen, das Personal kontinuierlich reduziert, man spricht vom weiteren 50 oder gar 100 weiteren Streichungen, die Produktion in Billiglohnländer wie Indien, Thailand oder China verlagert. praktisch sind nur mehr Verwaltung und Entwicklung hier vor Ort.

    – Chocolats Galler, rein zufällig im selben Vaux-sous-Chèvremont, ein renommierter Schokoladen- und Pralinenhersteller, im Gegensatz zu Magotteaux ein eher mittelständisches Familienunternehmen, jetzt mehrheitlich im Besitz von Investoren aus dem Katar. Das GE berichtete am 2.6. darüber: http://www.grenzecho.net/magazin/schokolade-galler-aus-vaux-sous-chevremont-mit-gruessen-aus-katar

    Diese beiden Namen reihen sich ein in eine lange Liste „belgischer“ Unternehmen, die das Zeitliche gesegnet haben oder von ausländischen Konzernen geschluckt wurden: Cockerill, Vieille Montagne, Sabena, Sociéte Genérale, Royale Belge, Brussels Airlines, Janssen Pharma fallen einem auf Anhieb ein.

    Fazit: Belgien ist viel zu klein, um wirtschaftlichen Protektionismus betreiben zu können.

    Na ja, das Kabelwerk und die Jost Group sind aber noch belgische, mehr noch, „ostbelgische“ Vorzeigeunternehmen, oder etwa nicht?

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