Informationsdilemma in Kelmis

Kommentar

Die öffentliche Hand muss auf die Bürger zugehen und sie in Großprojekte einbeziehen, meint GE-Redakteur Jürgen Heck.

Bei der LokalRunde in der Kelmiser Patronage hat sich der Meinungsaustausch am Sonntagmorgen in vielerlei Hinsicht so entwickelt, wie das vorab zu erwarten war. Gerade zum Thema Nicht-EU-Ausländer wurden die teils eher kontroversen Positionen zum Ausdruck gebracht, die an der Göhl schon seit mehreren Jahren nicht unversöhnlich, aber dennoch frontal aufeinanderprallen. Diese Einschätzung gilt in gewisser Weise auch für Zustimmung und Ablehnung zu den Umgestaltungsplänen für den Kirchplatz.

Bemerkenswert war jedoch zu diesem Thema ein auch andernorts durchaus festzustellendes Phänomen: auf der einen Seite eine öffentliche Hand, die sich müht, die Bürgerbeteiligung im Vorfeld eines Großprojektes zu gewährleisten, und andererseits Bürger, aber auch organisierte Druckgruppen, bei denen dieses Angebot nicht ankommt.

Die Beantwortung der Schuldfrage bei diesem Dilemma ist unerheblich. Den einzig resultatsorientierten Schlüssel zur Lösung hält die Gemeinde Kelmis in der Hand. Auf die Gefahr hin, die Pläne nochmals abändern zu müssen, muss die Politik auf die Bürger zugehen.

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