Hinter dem Museum in Kelmis wird Parkplatz angelegt

Infrastruktur

Hinter dem Gebäude der Vieille Montagne (hier ein Foto, das vor dem Umbau entstand) wird demnächst ein kleiner Parkplatz angelegt. | Foto: GE-Archiv

Am neuen Museum im ehemaligen Direktionsgebäude der Vieille Montagne in Kelmis wird demnächst ein Parkplatz angelegt. Für 40.000 Euro wird die Gemeinde Pflastersteine anschaffen, die Arbeiten werden in Eigenregie durch den Bauhof erledigt.

Von Cynthia Lemaire

Angelegt wird der Parkplatz mit rund acht Stellplätzen hinter dem Gebäude an der Lütticher Straße, wo sich früher der Haupteingang des Direktionsgebäudes befand. Dazu werden die noch übrig gebliebenen alten Pflastersteine entfernt und durch neue Betonsteine ersetzt. Somit kann der Parkplatz, der auch einen Platz für Personen mit eingeschränkter Mobilität vorsieht, barrierefrei genutzt werden. Die historischen Steine werden jedoch an anderer Stelle in Szene gesetzt. „Wir planen noch ein dekoratives Element vor dem Gebäude, bei dem unter anderem Gegenstände aufgestellt werden, die uns die Firmenleitung mit Sitz in Paris zur Verfügung stellt“, erklärt Bürgermeister Louis Goebbels (PFF). Dort sollen auch die „holprigen“ Pflastersteine zum Einsatz kommen. Die Anschaffung der neuen Steine befindet sich in einem Posten des ordentlichen Haushaltes, was die Opposition im Gemeinderat aufhorchen ließ. Sie vermutete eine absichtliche Verschiebung der Summe, die eigentlich in das Budget der Autonomen Gemeinderegie gehört hätte, weil diesem Gremium das Gebäude gehört. „Vielleicht soll so vertuscht werden, dass das Museum wieder teurer wird, als geplant“, mutmaßte CSP-Mandatar Marc Langohr bei der Haushaltsdebatte am Montag. Louis Goebbels bestreitet den Vorwurf. „Wir haben eine Vereinbarung mit dem Bauhof, dass dieser die Arbeit in Eigenregie ausführt. Vor einiger Zeit hatten wir vorübergehend eine Person eingestellt, um Arbeiten in Vorbereitung der Baustelle an der Vieille Montagne durchzuführen. Da dieser Arbeiter jedoch durch den Bauhof in Anspruch genommen wurde, haben wir vereinbart, dass diese Stunden zu einem späteren Zeitpunkt geleistet würden. Damals war das Gebäude noch nicht der AGR übertragen worden“, so die Erklärung des Bürgermeisters. Es handele sich nicht um Kosten, die man an dem Posten „Museum“ vorbei habe schmuggeln wollen.

Wenn die Kapazitäten im Bauhof es zulassen und das Wetter mitspielt, kann zu Jahresbeginn bereits mit dem Anlegen des Parkplatzes begonnen werden. Was das Museum betrifft, geht Bürgermeister Louis Goebbels davon aus, dass es spätestens im September 2018 eröffnet wird.

Kommentare sind geschlossen.