Wieder Gewalt im Hambacher Forst

Protestaktionen

Im Konflikt um den alten Hambacher Wald kommt es immer wieder zu Angriffen auf Polizeibeamte und Beschäftigte des Energiekonzerns RWE. Dieses Archivbild stammt aus dem Sommer 2017. Foto: dpa

Hambacher Forst: Wieder fliegen Steine, Sanitäter versorgen verletzte Polizisten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Erneut sind im Hambacher Forst Vermummte auf die Polizei losgegangen. Aus dem Wald flogen Steine, Böller und Molotowcocktails auf die Beamten. Zwei Polizisten erlitten am Samstag leichte Blessuren. Eine 22-jährige Frau wurde festgenommen. Als Polizisten die Frau abführten, drohten ihnen Vermummte mit Eisenstangen. Die Ermittler vermuten, dass die Gewalttäter aus der linken Szene kommen.

Bereits am Freitag hatten Vermummte am Hambacher Forst Polizisten mit Steinen beworfen und dabei einen Beamten verletzt. Die Attacke habe sich am Freitagabend auf einer Landstraße ereignet, teilte die Polizei am Samstag mit. Der verletzte Polizist sei mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden.

In der Vergangenheit war es im Konflikt um den alten Hambacher Wald immer wieder zu Angriffen auf Polizeibeamte und Beschäftigte des Energiekonzerns RWE gekommen. Er liegt im Südosten des Tagebaus Hambach und gilt als Symbol des Widerstands gegen die Braunkohle. RWE plant ab Oktober Rodungsarbeiten im Hambacher Forst für den dortigen Tagebau. Darüber war es in der frisch gegründeten Kohlekommission zu einem offenen Streit gekommen. (dpa)

  1. Ich finde es schon sehr bedauerlich, wie hier wieder ein mal ein Text von der dpa übenommen wird.
    Dass die Berichterstattung zum Hambacher Forst und zu RWE von deutschen Medien relatif einseitig ist, lässt sich verstehen. Schließlich ist RWE ein sehr mächtiger Werbekunde der deutschen Presse.
    Das Grenzecho könnte hier deswegen etwas differenzierter berichten.
    Auch wenn Gewalt gegen Ordnungskräfte nicht zu rechtfertigen ist und wahrscheinlich nur von einem äußerst geringen Anteil von Braunkohlegegnern ausgeht, so ist des was dort mit der Natur passiert eine RIESENSAUEREI.
    Alle Anwohner vom Tagebau und von den Kraftwerken sind zu bedauern, denn was der Wind so anweht ist erstens dreckig und zweitens auch noch sehr ungesund.
    Ein Beitrag, der alle Seiten dieses dreckigen Geschäfts beleuchtet, wäre sicher eine Herausforderung für einen belgischen Journalisten.
    In Aachen, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kraftwerk Weisweiler, hängt an vielen Fenstern “ Tihange abschalten“ …fast nie “ RWE NEE „……Warum?

    1. Wer vermummt ist, wer mit Eisenstangen gegen die Polizei antritt, das sind Landstörzer, Outlaws, Randalierer, Landfriedensbrecher, Krawallos, die man nicht gewähren lassen darf.
      Die Polizei sollte viel härter durchgreifen, damit solche Revoluzzer nicht immer wieder neu auftreten und dabei andere Menschen verletzen. Auch Polizisten sind Menschen. Wer die staatliche und gesellschaftliche Ordnung zerstören will, der gehört in Haft, sobald er andere Menschen schädigt.

  2. Herr R.J. Ruoff, wer Andersdenkende mit Worten schlägt, ist auch nicht viel besser. Wer den Wald gegen die Lobby der Kohle verteidigt, hat schließlich seine Gründe. Über die Methoden kann man natürlich streiten, aber nicht mit solch angriffslustigen Worten.

    1. Ich wollte eigentlich nur dazu anregen, dass das Grenzecho sich mal traut, richtig selbst zu recherchieren und auch kritische Worte zu diesem Machtsystem der Kohle findet, anstatt nur Schlagzeilen, von der dpa zu übernehmen.
      Natürlich sind die Methoden einiger Randalierer nicht zu tolerieren, auch wenn einige von sehr, sehr Mächtigen in die Enge getrieben werden und alle vor vollendete Tatsachen gestellt werden, weil sie das Gesetz auf Ihrer Seite glauben. Moralisch sind sie die mit der Kohle die Verlierer. Nur sehr viel Geld lässt ihre Weste weiß aussehen.

  3. @ ruoff
    Sie haben sachlich als auch vom Tonfall her !! komplett recht, wir sind hier nicht im Streichelzoo des Drimborner Wäldchens, sondern hier gehen wenige IDIOTEN auf Polizisten = Menschen los; nur dann müßte man die Weisshemdenträger (RWE-Verantwortliche, Politiker, Richter) ebenfalls einbuchten, die dieses Chaoes ursprünglich verursacht haben !!

  4. lieber Herr Ruoff, vor hundert Jahren wurden Polizisten gegen Streikende eingesetzt, heute missbraucht man sie, um gegen Umweltschützer vorzugehen. Ja, Gewalt ist keine Lösung, aber manche Menschen, die machtlos einer von einer bewaffneten Polizei unterstützten milliardenschweren Lobby gegenüber stehen, können wahrscheinlich schonmal in Wut geraten…

    1. Diese „Klimaschützer“ sind auch Waldschützer, Heimatschützer, Brauchtumsschützer….
      Will ich einen morschen Baum auf meinem Rasen fällen, brauche ich eine Genehmigung von der Gemeinde und dafür wird ein Gutachten vom Förster eingeholt.
      Wenn Hektarweise alter Baumbestand abgeholzt, zum “ Wohle der Allgemeinheit“ und vor allem zum Wohle der RWE, dann heißt das „bestehendes Gesetz“ und gehört mit allen Mitteln von der Polizei durchgesetzt.
      Für die Qualität des anfallenden Brennholzes wäre ein Fällen im Dezember jedenfalls besser. Hier sollen allerdings vollendete Tatsachen geschaffen werden, weil die Kohlekommission könnte ja eine Entscheidung treffen, die für RWE nicht von Vorteil wäre.

      Ich heiße nach wie vor , die Gewalt durch Militante nicht gut.

      Eine Diskussion, die alle Facetten des Tagebaus beleuchtet, möchte lediglich anstoßen.

  5. Herr Ramscheid,

    einfach mal LESEN, ist doch ganz einfach (oder vlcht doch nicht ???)
    Hier von Andersdenkenden zu reden, läßt abgrundtief in Sie hineinblicken !!!
    An dieser Stelle mein aufrichtiges Beileid an Sie.

  6. Ja Frau Hübner, Sie haben so Ihre Probleme mit dem Leseverständnis. Haben Sie die Schule vielleicht (vlcht!!!) zu oft geschwänzt? Es gibt aber in vielen Bildungseinrichtungen Kurse, um dieses Manko zu beheben. Danke, dass Sie mit mir fühlen. Ich bin gerührt.

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