RWTH verleiht Brigitte-Gilles-Preis

Wissenschaft

RWTH-Professorin Doris Klee (zweite von links) zeichnete die St. Angela-Schule in Düren sowie zwei Biologinnen tte-Gilles-Preis 2017 aus. | Foto: Veranstalter

Die RWTH Aachen zeichnete die St. Angela-Schule in Düren und das RWTH-Lehr- und Forschungsgebiet Biochemie und Molekularbiologie der Pflanzen mit dem Brigitte-Gilles-Preis 2017 aus.

Der Preis ist nach der ersten Frauenbeauftragten der RWTH benannt und geht an Initiativen, die bei Schülerinnen das Interesse an den MINT-Fächern, also an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, fördern.

Gewürdigt wurde das Projekt „Back to the roots: Epigenetik macht Schule!“ – getragen von RWTH und St. Angela-Schule. Professorin Doris Klee, Prorektorin für Personal und wissenschaftlichen Nachwuchs, überreichte jetzt die Urkunde.

Die RWTH-Biologinnen Dr. Eva Reimer-Michalski und Dr. Stephani Baum vom Lehr- und Forschungsgebiet Biochemie und Molekularbiologie der Pflanzen initiierten 2016 das Projekt.

Beide Wissenschaftlerinnen absolvierten ihr Abitur an der Dürener Schule. Ihnen ist es ein Anliegen, Mädchen und junge Frauen an die Wissenschaft heranzuführen und die Begeisterung für eine akademische Laufbahn weiterzugeben. Reimer-Michalski und Baum suchten daher Kontakt zur Schulleitung in Düren und boten ein Projekt für Oberstufenschülerinnen an. Inzwischen besuchten die Lehrerinnen Dr. Inge Löbermann, Maria Neuendorf und Janina Groß-Weege gemeinsam mit Schülerinnen bereits zweimal die RWTH zu einem Projekttag im Bereich Epigenetik. In diesem Teilbereich der Biologie stehen die Faktoren im Mittelpunkt, die unter anderem die Aktivität eines Gens festlegen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Fähigkeit von Pflanzen ein „Gedächtnis“ gegen Pathogene zu entwickeln. Epigenetik ist mittlerweile Bestandteil des schulischen Lehrplans. Während in der Schule nur eine theoretische Wissensvermittlung erfolgt, konnten die Schülerinnen in der Hochschule beispielsweise mit einem Fluoreszenzmikroskop arbeiten und selbstständig eine Kernextraktion durchführen. Mit dem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro sollen weitere Maßnahmen nen realisiert werden. (red)

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