Horecabereich: Löhne fallen mager aus

Beruf

Lohn-Geiz an Theke und Tresen: Die 11.690 Beschäftigten des Gastgewerbes in der Städteregion Aachen müssen weiter auf eine Lohnerhöhung warten – trotz solider Wirtschaftslage in der Branche. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „In der laufenden Tarifrunde haben die Arbeitgeber gerade einmal ein Plus von 2,1 Prozent angeboten.

Das wird aber allein von der Inflation aufgefressen. Ungelernte Mitarbeiter sollen sogar ganz leer ausgehen“, berichtet Diana Hafke von der NGG Aachen.

Die Gewerkschaft nennt das Angebot einen „Schlag ins Gesicht“ für die NRW-weit rund 390.000 Beschäftigten im Gastgewerbe. „Sie schenken spätnachts Bier aus und stehen frühmorgens an der Rezeption – wer im Restaurant oder im Hotel arbeitet, hat einen anstrengenden Job und mehr verdient als eine Nullrunde“, so Hafke. Es sei unverständlich, dass der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) ausgerechnet beim Tourismus-Boom in NRW und dem Fachkräftemangel in der Branche nur ein „Mager-Angebot“ vorlege. Die NGG fordert ein Lohn-Plus von sechs Prozent und 100 Euro mehr im Monat für Azubis.

Die Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern gehen am 6. September in Dortmund weiter. (red)

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