Bischof setzte den neuen ostbelgischen Seelsorgerat ein

Kirche

Der Seelsorgerat Ostbelgiens wurde neu eingesetzt. | Foto: Lothar Klinges

Vergangene Woche hat der Lütticher Bischof Jean-Pierre Delville den neuen Seelsorgerat des deutschen Sprachgebietes im Bistum Lüttich eingesetzt. Das Mandat der Mitglieder wurde um drei Jahre verlängert.

Aus diesem Anlass wurde zurück und nach vorne geblickt. Hermann-Joseph Christen stellte die vor drei Jahren entworfene Vision von Kirche vor, die auf drei Grundhaltungen aufbaut. Zunächst ist Jesus die Quelle und Mitte des Handelns einer christlichen Gemeinde. Zweitens ist ein ausgewogenes Miteinander von Priestern und Laienchristen angesagt, wo jeder seinen Platz hat und Verantwortung übernimmt. Drittens versteht sich die Kirche als eine Gemeinschaft, die Freude ausstrahlt, begeistern kann und Lebendigkeit spürbar macht. Den Prozess, wie der Seelsorgerat als Gruppe diese Vision umzusetzen versucht hat, erklärte Maria Klöcker. Daraus ergab sich folgender Schwerpunkt: das Wort Gottes den Menschen näher bringen. Auf diesen Schwerpunkt hin wurden zwei Angebote organisiert. Im Dekanat Eifel wurde während zehn monatlichen Treffen das Matthäus-Evangelium gelesen. Ein anderes Projekt war die Lectio Divina. Das Anliegen der Lectio Divina – geistliche Schriftlesung – ist, den Menschen einen Zugang zur Bibel zu ermöglichen. Das vom deutschen Katholischen Bibelwerk ausgearbeitete Bibel-Leseprojekt wurde in der letzten Advents- und Fastenzeit in den ostbelgischen Pfarren angeboten. Inzwischen trifft sich in den Pfarren monatlich eine Reihe von Lesegemeinschaften. In Kooperation mit den Ländlichen Gilden und dem Landfrauenverband hilft der Seelsorgerat bei der Durchführung von Veranstaltungen, die sich in die gesellschaftlich-religiöse Bildungsarbeit einordnen. Hier wurde u.a. an einen Vortrags- und Austauschabend zum Thema „Beten mit Kindern“ erinnert, der in St. Vith, Büllingen und Walhorn stattfand. Die Arbeit des Seelsorgerates wird durch sechs Arbeitsgruppen (AG) getragen. Die AG Jugend ist u. a. mit der Koordination und Organisation von kirchlichen Angeboten für die Jugend sowie mit der Weiterentwicklung der Jugendpastoral beauftragt. Die Mitglieder der AG sind dabei, ein Konzept für die Jugendseelsorge zu entwickeln. Manuela Theodor, (AG Glaubensvertiefung), nennt folgendes Ziel: den Menschen Wort Gottes nahebringen, um für die Zukunft lebendige Christengemeinden aufzubauen. Die AG organisiert hierzu ein vielfältiges Angebot der Glaubenserfahrung.

Die AG Baustelle Pfarre hat sich für die Erneuerung der Kontaktgruppen engagiert. Diese ist laut Elmar Heindrichs gut verlaufen, viele Kontaktgruppen machen sich dennoch Sorgen um die Zukunft ihrer Pfarre. Die AG möchte den Pfarren Impulse geben, um das vom Bistum getragene Projekt „Wagen wir 20% (Osons 20%)“ durchzuführen. Annemie Ernst, AG Alten- und Krankenseelsorge, berichtete über die Kontakte zu den Besuchsdiensten in der Alten- und Krankenpflege und über die Weiterbildungen der ehrenamtlichen Besucher.

Die AG Integration, geleitet von Hermann-Joseph Christen, möchte u.a. teilweise elternlosen Flüchtlingskindern und Jugendlichen durch menschliche Wärme ein Heimat- und Gemeinschaftsgefühl vermitteln. (kli)

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