Warum Kinder auf dem Hohen Venn zu Kaffeeschmugglern wurden

Lesung

Autorin Mechthild Borrmann. | Foto: dpa

Warum Kinder zu Kaffee-Schmugglern über das Hohe Venn wurden und welche Konsequenzen dies für ihr Leben hatte. Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann präsentiert ihr neues Buch „Grenzgänger“ am Dienstag, 13. November, um 20 Uhr in der Buchhandlung Logos.

Wenn Recht nicht Gerechtigkeit ist: Mechtild Borrmann mit ihrem neuen Meisterwerk „Grenzgänger“ rund um ein düsteres Kapitel der Nachkriegsgeschichte: Heimkinder in den 1950er und 1960er Jahren. Sie erzählt mit ihrer soghaft-präzisen Sprache die Geschichte einer lebenshungrigen Frau – ein ehemaliges Heimkind – , die an Gerechtigkeit glaubt und daran verzweifelt.

Zur Handlung: Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier verdienen sich auch die Schönings mit Kaffeeschmuggel etwas dazu. Die 17-jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggelrouten über das Hohe Venn kennt. So kann sie die Kaffeeschmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen. Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffeeschmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Die jüngeren Geschwister, die Henni anstelle der toten Mutter versorgt hatte, kommen in ein kirchliches Heim. Wo der kleine Matthias an Lungenentzündung verstirbt. Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit.

Der Vortragsabend startet am Dienstag, 13. November, um 20 Uhr in der Buchhandlung Logos, Eupen, Klosterstraße 8. Der Eintritt zur Veranstaltung kostet neun Euro im Vorverkauf und 12 Euro an der Abendkasse. Karten sind erhältlich in der Buchhandlung Logos und beim Kulturellen Komitee. (red)

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