Tresor aus Park Hotel in See von Robertville entsorgt

Ermittlungen

Nachdem sie den Tresor geleert hatten, versuchten die Diebe, ihn im See verschwinden zu lassen. | Foto: Claude Dael

Der stark in Mitleidenschaft gezogene Tresor, der am vergangenen Samstag auf dem zugefrorenen See von Robertville gefunden wurde, ist, wie jetzt bekannt wurde, eine Woche zuvor aus dem Park Hotel in Kelmis gestohlen worden.

Von Annick Meys

In der Nacht vom 4. auf den 5. März waren gegen ein Uhr morgens Einbrecher in das Park Hotel in Kelmis eingedrungen. „Unsere Gäste haben zwar etwas gehört, sind den Geräuschen aber nicht auf den Grund gegangen“, erzählt Robert Wertz, Verwaltungsdirektor der Autonomen Gemeinderegie (AGR) Galmei, die das Park Hotel betreibt.

In dem Tresor befand sich eine Kasse mit Bargeld.

Auf den Aufnahmen der Überwachungskameras seien zwei Männer zu sehen – „ein großer schlanker, und ein kleiner, korpulenter“, erklärt Robert Wertz weiter: „Beide waren maskiert und trugen Handschuhe.“

Die Täter seien zielstrebig in Richtung Rezeption vorgedrungen, daher vermutet Wertz, dass sie es von vornherein auf den Tresor abgesehen haben könnten und sich zudem im Hotel auskannten. So hatten die Einbrecher drei Türen aufbrechen müssen, ehe sie zum Büro an der Rezeption gelangten, wo sie sich an dem 90-Liter-Tresor zu schaffen machten, ihn aus der Wand rissen und damit flüchteten. In dem Safe befand sich eine Kasse mit Bargeld. „Nicht massig viel“, sagt Wertz. Nichtsdestotrotz belaufe sich der durch den Einbruch entstandene Schaden auf rund 1.000 Euro.

Offenbar hatten die Diebe anschließend versucht, den aufgebrochenen Safe am Fuße der Haelen-Brücke im See zu versenken, was möglicherweise funktioniert hätte, wäre der See an dieser Stelle nicht zugefroren gewesen. Auch unter der Wucht des Aufpralls gab die Eisschicht nicht nach, sodass der Tresor an der Oberfläche liegen blieb, wo man ihn am Samstag entdeckte und er von der Feuerwehr geborgen wurde. Wann genau der Tresor dort abgelegt wurde, ist unklar.

Überwachungsbilder könnten Hinweis auf Täter liefern.

Inzwischen hat die Eupener Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Derzeit werden die Bilder der Überwachungskameras ausgewertet. Dass sich auf dem Tresor möglicherweise Fingerabdrücke befinden könnten, hält Erster Staatsanwalt Frédéric Renier für unwahrscheinlich. „Möglich ist aber, dass die Täter von der Überwachungskamera am Hôtel des Bains, das am See liegt, erfasst wurden“, so Renier. Bislang fehle von den Einbrechern jede Spur.

Die Feuerwehr rückte an, um den Tresor aus dem See zu fischen. | Foto: Claude Dael

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