Männer aus Ostbelgien für Aktkalender gesucht

Projekt

Dieses Bild ist bei einem Test-Shooting entstanden. | Foto: Manuel Hamel

Uwe Koeberich scheinen die Ideen nicht auszugehen: Irgendwie muss seine Sensibilisierungsarbeit in Sachen Homo- und Bisexualität ja auch finanziert werden. Sein neuestes Projekt: ein Aktkalender, der Männer aus der Region zeigt. Nun ist der Hergenrather auf der Suche nach selbstbewussten Männern aus Ostbelgien, die kein Problem damit haben, vor der Kamera blank zu ziehen.

Egal ob muskulös, schmächtig, jung oder alt: Wichtig ist die Ausstrahlung – die muss stimmen. „Es geht nicht darum, ein Muskelpaket zu sein oder den perfekten Body zu haben. Es geht darum, dass man Ausstrahlung hat“, erklärt Uwe Koeberich. Für jeden Geschmack soll etwas dabei sein, verspricht er. Der Kalender soll hochwertig sein, die Bilder ästhetisch. Der Hergenrather Fotograf Manuel Hamel wird die Männer ins rechte Licht rücken.

Mitmachen kann jeder Mann ab 18 Jahren: „Wir wollen Vielfalt zeigen: dunkelhaarig, blond, groß, klein – ganz egal. Vom Jungen von nebenan bis zum knackigen 50-Jährigen soll alles dabei sein. Auch Profi-Models sind willkommen.“

Mit dem Geld aus dem Verkauf der Kalender sollen Sensibilisierungskampagnen und Projekte gegen Homo- und Transphobie an Schulen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft finanziert werden. Ein Zweck, der es Koeberich nicht gerade leicht macht, Models zu finden: „Es ist schwer, Männer aus Ostbelgien zu finden, die mitmachen möchten. Nicht das Nacktsein ist das Problem. Es ist die Befürchtung, man könnte anschließend für schwul gehalten werden“, bedauert Koeberich. „Es gibt Leute, die setzen sich für den Tierschutz ein, und sind keine Tiere“, argumentiert er. Trotzdem, so glaubt Uwe Koeberich, gibt es ihn auch in Ostbelgien: Den selbstbewussten Mann, der über solchen Vermutungen steht. Zumal die sexuelle Orientierung der Modelle überhaupt keine Rolle spielt.

Wer mitmachen möchte, kann sich mit Bild (Porträt sowie Bild in Unterwäsche/Bademode) an keepcalmitsjustakiss@gmail.com bewerben. (sue)

  1. Was möchte Herr Koeberich uns wohl mit diesem sonderbaren Vergleich sagen: „Es gibt Leute, die setzen sich für den Tierschutz ein, und sind keine Tiere“.

    Muss man etwa ein Tier sein, um sich für Tierrechte einzusetzen??

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