[Audio] Heike Verheggen und Olivier Krickel stellen Gerard Cremer live zur Rede

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BRF-Moderatorin Heike Verheggen und Programmchef Olivier Krickel.
BRF-Moderatorin Heike Verheggen und Programmchef Olivier Krickel. | Foto: BRF

Zu einem ungewöhnlichen Mittel haben BRF-Programmchef Olivier Krickel und BRF-Moderatorin Heike Verheggen am Donnerstagmorgen gegriffen.

Nachdem „Ostbelgien Direkt“ gemeldet hatte, der Grund für Verheggens Verlassen des Senders sei ein Streit zwischen der Moderatorin und dem Programmchef gewesen, riefen die beiden den OD-Herausgeber Gerard Cremer live kurz nach 7.30 Uhr an.

Sie teilten ihm in freundlichem Ton mit, dass es zwischen ihnen keinen Disput gegeben habe. Krickels Bemerkung, er habe ein Gerücht ohne Prüfung veröffentlicht, und die anschließende Frage, warum er nicht bei den Betroffenen nachgehakt habe, ließ Cremer unbeantwortet und beendete das Gespräch.

Hier das Gespräch (Quelle: BRF.be):

  1. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
    Als stellvertretender Chefredakteur und für die Online-Dienste des BRF Verantwortlicher trägt Herr Krickel mit die Verantwortung dafür, dass im BRF-Online-Hörerforum Gerüchte, Fake-News, ehrverletzende und demokratiezersetzende Inhalte verbreitet werden. Herrn Krickels journalistisches Selbstverständnis möchte ich jedoch nicht weiter kommentieren.
    Wenn man allerdings die inhaltliche aber auch personelle Entwicklung des BRF betrachtet, ist die Frage nicht unberechtigt, ob der BRF seinem Auftrag überhaupt noch gerecht wird. Zweifel sind erlaubt.
    Abgesehen von wenigen Kommentaren und die Brüsseler Redaktion ausgenommen, hat der BRF seine Rolle als Kontrollinstanz gesellschaftlicher und politischer Missstände scheinbar aufgegeben.
    Das ehemals in dieser Hinsicht zurückhaltende Grenz-Echo füllt demgegenüber seit geraumer Zeit mit unabhängig-mutigen Beiträgen das öffentlich-rechtliche Vakuum auf. Respekt.
    In „Ostbelgien“ scheint zudem der Wechsel von den Medien in Regierungskabinette und fragwürdiger, von Kabinetten in die Medien zur Normalität zu gehören.
    In Amerika bekämpft ein Präsident die Medien und die Medien schauen dem Präsidenten auf die Finger.
    In Ostbelgien liegen sie gemeinsam im Bett.

  2. Super Grenz-Echo das wir über Internet diesem Stuß lesen dürfen(Kein GE+) und für die eupener Bevölkerung andere, dafür wichtige Artikel verwehrt bleiben, es sei denn mal zahlt dafür.
    Für diesen Schwachsinn hätten Sie dass „GE+ setzen“ sollen…es wird sooft „nicht ganz wahrheitsgemäßen Gebrabbel in die Welt gesetzt“.
    Oder ist es vielleicht so, das das GE die Bevölkerung alles und immer Wahrheitsgetreu berichtet???
    Wenn man schon hört das Herr Lambertz sich dass Privileg nimmt bestimmte Journalisten nicht Rede und Antwort stehen zu wollen…weil vielleicht zu kritisch…oder nicht „im seinem Sinnen berichtet“…
    Und in China liegt schon wieder ein sack Reis…

  3. Na ja,
    auf dem Spruch Angriff ist die beste Verteidigung kann man anmerken: Aug‘ um Auge macht blind, Zahn um Zahn sprachlos – auf lange Sicht.
    An den Betroffenen: In diesem „Metier“ sollte man die Vorteile eines Anrufbeantworters zu nutzen wissen.

  4. Einfach lächerlich, wie sich hier die Frau eines Ministerpräsidenten und der seichten Unterhaltung zugetane Moderatorin, sowie deren Chef und Programmverantwortlicher, für eine als unrichtig und ungerecht empfundene Meldung auf einer Internet-Plattform „rächen“ wollten. Ein Kindergarten würde dabei noch seriöser vorgehen und hätte eine „saubere Stellungnahme“ per Pressemitteilung abgeben, wozu man beim BRF aber schon lange nicht mehr in der Lage ist … Dass mittlerweile „viele Ratten das sinkende BRF-Schiff verlassen“ zeugt doch sicher nicht von einer guten Führung und einer strotzenden Gesundheit dieses öffentlich-rechtlichen „Volkssenders“ („Stütze“ ohne Infrastrukturen ca. 6 Mio. Euro per anno), von dem man etwas mehr Niveau hätte erwarten können.
    Der „Coup“ ist vielleicht gelungen, aber m.E. sehr zu Lasten der Reputation…

    1. Herr Bosch, würden Sie einen Sender hören, der von morgens 6 bis abends 10 nur die Nachrichten runterrattert, anschließend zu einem Austausch über die derzeitige wissenschaftliche Sekundärliteratur zu einem politischen Thema übergeht, um dann abends die Tonspur der Plenarsitzung des DG-Parlaments live zu übertragen? Nein? Komisch, denn das sollte ein echter Volkssender eigentlich tun.

      Haben Sie schon einmal vom GUN-Prinzip gehört? Das Ziel eines Mediums besteht nach wie vor aus „Gesprächswert“, „Unterhaltung“ und „Neuigkeit/Nachricht“. Damit erreicht man die Menschen; das ist es, was die Leute hören/sehen/lesen wollen.

      Was der BRF ist: Ein REGIONALsender (von dem man – zugegeben – mehr erwarten könnte). Ein Sender, der über Themen berichtet, die die Welt, Belgien, aber vor allem Ostbelgien beschäftigen. Da darf zum „RadioFRÜHSTÜCK“ auch mal kalauert werden, denn das kommt ja schließlich NACH den Nachrichten.

      Da kommen dann halt Sendungen und Themen, die nach Gesprächswert und Unterhaltung streben. Und dass Heike Verheggen den BRF verlässt, hat auf jeden Fall Gesprächswert. Dass man nun auf provokante Meldungen eines (ominösen) Onlineportals mit gleicher Schlagfertigkeit reagiert, kann man durchaus der Kategorie Unterhaltung zuschreiben. Verstehen Sie? Der BRF hat alles richtig gemacht, regt zur Diskussion an und kritisiert ihrerseits Ostbelgiendirekt (gegenseitige Kritik, so sieht das Ideal doch aus).

      Soviel dazu.
      Aber Sie haben zum Teil auch recht: Aus dem BRF könnte man viel mehr machen. Wo liegen die Vorteile des Radiosenders? LIVE-Berichterstattung. Naja: der Übertragungswagen rückt im Jahr gefühlt zweimal aus: Karneval und Rallye. Zu wenig.

      BRF-TV: Entweder macht man etwas tolles draus oder man lässt es bleiben. Blickpunkt zieht jedenfalls nicht – weder von der Aufmachung her, noch vom inhaltlichen Aufbau. Warum kein weiteres Programm ausbauen? Auch mal Geld in TV-Unterhaltung investieren?

      Radio: Die Basis ist stabil, das Programm allerdings veraltet. Jingles und Intros, die schon der Uropa gehört hat, Shows, die schon lange im Radio tönen – ZU lange.

      Man könnte so schnell so viel zum Besseren wenden. Warum nicht mal ein Besuch bei jugendlichen Veranstaltungen (wie z.B. Abi-Bällen,…)?
      Das Programm muss der Jugend (und damit meine ich 16 – 60 Jahre / für AKTUELL ältere gibt es auch BRF2, so hart das auch klingen mag) angepasst werden.

      Eine Neuaufstellung würde bestimmt nicht schaden. Die Infrastruktur und Technik stimmen, die Umsetzung und der Inhalt leider nicht (immer).
      Nachholbedarf.

  5. @Luka Hennen
    Der BRF hat alles richtig gemacht ?
    Wenn Redakteure (u.a. der Programmchef und stellvertretende Chefredakteur) unter Vernachlässigung jeglicher journalistischen und deontologischen Regeln einen Kollegen (und wenn es auch „nur“ der Verantwortliche eines „ominösen Onlineportals“ ist) unangekündigt morgens um 7 Uhr 30 zu einer Live-Stellungnahme in eigener Sache (!) nötigen, mag dies für RTL2-affine Zuschauer durchaus unterhaltend sein. Mit dem Auftrag des BRF und einem Mindestmaß an öffentlich-rechtlichem journalistischen Selbstverständnis hat dies nichts zu tun.

    1. Ich finde Luka Hennen hat zu 80 Prozent recht. Ob du morgens um 6:00 oder um 10:00 brf hörst; es ist immer gleich. Die Versprecher werden immer häufiger; die Knöpfe, die man drücken soll zur Werbung und weiß nicht was, kommen zwischendurch oder gar nicht…
      Ich finde es lächerlich von beiden Seiten nicht sehr kollegial und professionell. Traurig. Wen interessiert es? Vielleicht wechselt Max oder Erna morgen den Job …ah nein; das sind keine Partner von “ hohen Politikern “ und es interessiert keinen.
      Anstatt überhaupt so nen Blödsinn ist Ostbelgien direkt zu schreiben ( ob es stimmt oder nicht) und dann “ hör nicht gut“ bla bla und zum vorläufigen Schluss “ ich dachte es wären Heike und Oliver Paasch … einfach lächerlich
      Es ist aber weder für ob noch für Brf , Wie kleine Kinder “ wir haben uns trotzdem lieb“ bla bla ein Armutszeugnis

  6. Ich schließe mich den beiden Kommentaren von Herrn Leonard an. Ihren „Belehrungen“ allerdings nicht, Herr Hennen, dafür aber zu 100% Ihren berechtigten Kritiken … Der BRF ist vom lokalen Marktführer zu einem „unter-ferner-liefen-Sender“ verkommen, den kein Mitbewerber mehr fürchten muss und dessen einzige „Ulknudel“ zu allem Überfluss auch noch fahnenflüchtig wird.
    Wie schrieb ich? : Der „Coup“ ist vielleicht gelungen (wenn er auch etwas unfair war), geht aber m.E. sehr zu Lasten der Reputation des BRF… Zumindest der offizielle Vertreter der BRF-Führung hätte sich draus halten sollen, denn Frau Verheggen alleine kann man solches Verhalten eher nachsehen …

  7. Ich höre mir um 7 Uhr 30 die regionale Nachrichten an den Rest erspare ich mir dann . Dieser Sender ist sonst eine Katastrophe.

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