An die eigene Nase fassen

LokalRunde Kettenis

Moderator André Frédéric (l.) im Gespräch mit Christine Haag und Stephan Mathieu bei der LokalRunde in Kettenis am Sonntagvormittag. | Foto: David Hagemann

Die GrenzEcho-LokalRunde am Sonntagmorgen hat es einmal mehr bestätigt: Kettenis ist zwar in weiten Teilen soziologisch gesehen ein „urbanes Dorf“, aber das für ein Dorf typische Gemeinschaftsgefühl ist nach wie vor weit verbreitet, ja fest verankert. Es gibt immer noch ein echtes Ketteniser Wir-Gefühl.

Von Jürgen Heck

Dass das kein gottgewollter Zustand ist, wissen die meisten, die in den Vereinen und der Dorfgruppe ganz vorne oder weiter hinten in der Verantwortung stehen, bestens. Dafür gilt es, sich immer wieder und aufs Neue einzusetzen. Erleichtert wird diese Aufgabe durch die Tatsache, dass dies eine Bauchentscheidung, eine Herzensangelegenheit ist. „Kettenis, das ist meine Heimat, und dahin wollte ich zurück“, fasste Christine Kirschvink-Ernst dieses Credo in Worte. In Eupen, so Stephan Mathieu, habe sich nie dieses spezielle „Zu-Hause-Gefühl“ eingestellt.

Zutage getreten ist am Sonntagmorgen, dass auch die Ketteniser Dorfgemeinschaft mehr Bürgersinn benötigt. Besonders deutlich wurde dies beim Thema Mobilität und Verkehr. Wer von anderen Verkehrsteilnehmern erwartet, dass sie die Ansprüche von Anwohnern berücksichtigen, der ist gut beraten, selbst im Straßenverkehr ein defensives Fahrverhalten an den Tag zu legen. Wenn es gerade morgens drunter und drüber geht, liege das, so Christine Haag, auch daran, dass sich die Familien zu wenig Zeit für den Schulweg nehmen.

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