Eine gefährliche Entwicklung: Immer weniger Kinder können schwimmen

Debatte

Immer weniger Kinder scheinen in Ostbelgien schwimmen zu können. | Foto: David Hagemann

In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche Unglücke, bei denen Kinder ertranken. Der Grund: Sie konnten nicht schwimmen. In Ostbelgien bemerken Schwimmlehrer, dass immer mehr Heranwachsende im Wasser eine schlechte Figur abgeben. Verlässliche Zahlen gibt es dazu nicht, der gefährliche Trend ist aber erkennbar.

Von Mario Vondegracht

Zu Beginn ein paar Fakten

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?

REGISTRIERUNG für neue Nutzer

Neu hier? Testen Sie 14 Tage lang unser Angebot kostenlos und unverbindlich, indem Sie sich registrieren
Registrieren
  1. Zunächst: ich nehme mal an, das hat der Autor so nicht gemeint „In Ostbelgien bemerken Schwimmlehrer, dass immer weniger Heranwachsende im Wasser eine schlechte Figur abgeben.“
    Denn dann gäbe es das Problem ja gar nicht…
    Ach ja, nächstes Zitat:“Die Grundschulen müssen ihrem gesetzlich vorgeschriebenen Auftrag, allen Kindern das Schwimmen beizubringen, nachkommen.“
    Die Schulen haben den Auftrag, alles in ihrer Macht stehende zu tun, damit die Kinder die verschiedenen Kompetenzen, darunter auch das Schwimmen, erlernen können. Wenn manche Eltern die Kinder aber ständig vom Schwimmen freistellen, dann hat die Schule wenig Macht.
    Und die Formulierung „beibringen“ sollte heute auch eigentlich verschwunden sein – als Lehrer kann ich dem Kind helfen, als Lernbegleiter zur Seite stehen – aber lernen muss das Kind selbst!
    Ein weiteres Problem ist aus meiner Sicht, dass insgesamt dem Bewegungslernen in der Schule zu wenig Raum eingeräumt wird. Den Kindern, die sich im Sportverein bewegen, schadet das viel weniger, aber die anderen sind dann immer häufiger „Bewegungslegastheniker“, die auch im Wasser ihre Bewegungen nur schwer gezielt einsetzen können.
    Die Herausforderung ist also effektiv vielschichtig: wir brauchen pädagogisch geschulte und engagierte Schwimmlehrer, die die Kinder – vor allem die ängstlichen- unterstützen, wir brauchen genug Zeit für die Bewegung im Allgemeinen (mit Fachkräften auch für den Sportunterricht in den Grundschulen), und nicht zuletzt Eltern, die Schule und Schwimmlehrer unterstützen und sich vor Augen halten, dass Schwimmen in vielen Urlaubsgebieten dazu gehört und die Qualität des Urlaubserlebens erhöht. Und, wie im Aufhänger des Artikels beschrieben: Schwimmenkönnen ist lebensrettend!

  2. Vielen Dank für den Hinweis. Es sollte natürich immer „mehr“ Heranwachsende heißen. Freundlichen Gruß, Mario Vondegracht

    1. Ich kannte mal einen, der konnte nicht laufen und ist trotzdem vom Auto überfahren worden.
      d.h. Nichtschwimmer sollten sich vom Wasser fernhalten und Bewegungsmuffel von der Straße.

      Trotzdem ist Schwimmen, Radfahren oder Wandern wichtig für die Gesundheit und der Bewegungsdrang von Kindern sollte so früh wie möglich gefördert werden.

      Schule, Politik und vor allem Eltern sollten ihren Sprösslingen die Möglichkeiten geben, durch Bewegung die Gesundheit zu fördern. ( körperliche und seelische )

      Leider ist es so bequem schon einem Kleinkind ein Tablet oder ein smartphone in die Hand zu drücken anstatt seine eigene Zeit damit zu verbringen sich mit den Kindern zu beschäftigen.

      Mit den Kindern zusammen spielen, spazieren zu gehen oder vielleicht sogar zum Schwimmen oder zu einem andern Sport zu fahren, sollen doch gefälligst Kindergärtner, Lehrer oder sonst wer machen, solange ich meine Ruhe habe und mich meinen Interessen widmen kann! ! !

Schreiben Sie einen Kommentar zu Joseph Ramscheid Antworten abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte beachten Sie unsere Netiquette, wenn Sie den Artikel kommentieren möchten.