Umgestürzte Bäume sorgen für Behinderungen im Straßenverkehr

Sturm

Auf der Hochstraße ist am Mittwochmorgen ein Baum auf die Fahrbahn gekippt. | Foto: David Hagemann

Heftige Orkanböen haben in der vergangenen Nacht und am Morgen in Belgien für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Im Süden Ostbelgiens mussten mehrere Straßen aufgrund umgestürzter Bäume gesperrt werden. In Eupen wurde ein Pkw durch einen umstürzenden Baum beschädigt.

In der Eifel sind die Einsatzkräfte seit den frühen Morgenstunden auf den Beinen. „Wir sind seit vier Uhr unterwegs. An vielen Stellen in den Gemeinden Bütgenbach und Büllingen liegen umgestürzte Bäume auf den Straßen. Unser Job ist es, sie zu beseitigen. Falls die Leute eine Gefahr sehen, sollen sie die Notrufnummer 1722 wählen“, so ein Feuerwehrmann der Feuerwehr Büllingen.

Damit die Notrufzentrale 112 bei Unwetter nicht überbelastet wird und Menschen, die sich in Lebensgefahr befinden, nicht in der Warteschleife landen, wurde im August 2017 die Ausweich-Notrufnummer 1722 für nicht dringende Notfälle eingerichtet.

Über die Facebook-Gruppe Radar/Blitzermeldungen Ostbelgien informieren sich die User gegenseitig über gesperrte Straßen in der Region. Am Mittwochmorgen gab es demnach kein Durchkommen auf der N62 und der Lagerstraße in Elsenborn. Auch zwischen Deidenberg und Medell, sowie zwischen Thommen und Oudler versperrten Bäume die Fahrbahn. Auf den beiden Baustellen zwischen St.Vith und Büllingen sorgten herumfliegende Schilder für Gefahr. Mancherorts ist von Stromausfällen die Rede. In Bracht soll ein Dach auf der Straße gelegen haben.

Starke Regenfälle haben zudem dazu geführt, dass der Wasserspiegel der Amel sehr stark angestiegen ist. Vielerorts ist der Fluss bereits über die Ufer getreten und hat umliegende Wiesen geflutet.

Auch auf dem Gebiet der Gemeinden Eupen, Raeren, Lontzen und Kelmis hielt der Sturm die Einsatzkräfte in Atem. In der Oestraße in Eupen wurde am Dienstagabend ein Auto durch einen umstürzenden Baum beschädigt. Im Laufe der Nacht und den Morgenstunden wurden immer wieder umgekippte Bäume, herunterhängende Stromkabel und Gegenstände auf den Straßen gemeldet.

Auch an der Monschauer Straße in Eupen hat der Sturm Spuren hinterlassen. | Foto: Cynthia Lemaire

Einen Überblick über das Ausmaß der Schäden gab es zunächst nicht. In Brüssel mussten die Einsatzkräfte in der vergangenen Nacht 45 Mal ausrücken, erklärt Pierre Meys, Sprecher der Feuerwehr: „Es handelte sich größtenteils um umgestürzte Bäume. Nichts Ernstes. Es wurde niemand verletzt.“ Die Parks und Friedhöfe in der Region Brüssel bleiben voraussichtlich bis Donnerstag geschlossen.

Auch im Zugverkehr sorgen umgestürzte Bäume oder Äste auf den Gleisen für Behinderungen. Die SNCB informiert über den Kurznachrichtendienst Twitter über betroffene Teilstücke.

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