Selbst in Karnevalszügen gilt die Führerscheinordnung

Polizeiinformation

Foto: GrenzEcho-Archiv

Bevor die fünfte Jahreszeit in knapp zwei Wochen ihren Höhepunkt erreicht, stellen sich Teilnehmer, aber auch Zuschauer sicherlich die Frage, welche Regeln für das Steuern von Karnevalswagen und Traktoren, die Karnevalswagen ziehen, gelten. Die Antworten auf diese Fragen hat die Polizeizone Weser-Göhl jetzt geliefert.

Wenn es sich um Karnevalswagen (nicht um die Anhänger) handelt, zum Beispiel um umgebaute Busse oder Pkw, die ausschließlich für Karnevalsumzüge genutzt werden oder für Probefahrten im Hinblick auf solche Veranstaltungen, die mit einer Geschwindigkeit vom höchstens 25 km/h verkehren und den Vorschriften der Gemeindegenehmigung entsprechen, dürfen sie mit einem Führerschein der Klasse B oder G gesteuert werden.

Diese Regelung gilt jedoch entgegen der weitläufigen Meinung nicht für die Traktoren, die die Karnevalsanhänger ziehen, da diese nicht ausschließlich für folkloristische Veranstaltungen bestimmt sind. Für diese Traktoren gelten keine Ausnahmeregelungen, sie müssen je nach zulässigem Höchstgewicht mit einem gültigen Führerschein der Klasse BE (bis 3.500 Kg), C1E oder CE gesteuert werden.

Die Traktorfahrer (auch anlässlich der Karnevalsumzüge), die vor dem 1. Oktober 1982 geboren und in einer belgischen Gemeinde eingeschrieben sind, benötigen für das Steuern dieser Traktoren keinen Führerschein.

Die Traktoren, die anlässlich der Karnevalsumzüge benutzt werden, dürfen nicht mit einem Führerschein der Klasse G gesteuert werden, da dieser ausschließlich für die landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Nutzung vorgesehen ist.

Aufgepasst: Landwirtschaftliche Traktoren, die mit einem entsprechenden G-Kennzeichen versehen sind, unterliegen der technischen Kontrolle, falls sie außerhalb der landwirtschaftlichen Tätigkeiten genutzt werden, also auch wenn sie an den Karnevalsumzügen teilnehmen. (red/jph)

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