Pierre Doome mixt „Molotow Cocktail“

Explosive politische Rückschau bei Ausstellung im „Triangel“

Ungewohnten Zuspruch fand schon bei der Vernissage die neue Ausstellung von Pierre Doome im „Triangel“. Unter dem durchaus provokanten Titel „Molotow Cocktail“ können die Betrachter u.a. in einen Zyklus eintauchen, in dem der Rechter Künstler auf ebenso erhellende wie drastische Weise die sensible Problematik der Zwangseingezogenen aufarbeitet.

„Lebendig“ in ihrer unumkehrbaren tödlichen Dimension wird diese düstere Epoche mittels des bekannten Zählreims „Ten little injuns“, hier festgemacht an „Zehn kleine Feldmäuse“, sprich: zehn Brüder aus Ostbelgien, die die Jahre von 1939 bis 1945 durch-, letztlich aber nicht überleben.

Daneben zeigt die Ausstellung im Zuge der Reihe „RdK reloaded“ (auf Initiative von „arsVitha“) manch andere Facetten aus dem vielschichtigen künstlerischen Schaffen von Pierre Doome, hierunter besonders auch etliche politische Illustrationen zu markanten Momenten und Erfahrungen aus vierzig Jahren Autonomie, ferner Objekte und Installationen aus der ungemein fruchtbaren Zusammenarbeit mit Marcel Cremer und Agora. Mehr hierzu in einer nächsten Ausgabe.

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