Eifelpolizei gibt Details nach Festnahme der Hotel-Einbrecher bekannt

Ermittlungen

Anfangs sorgten die Aufrufe in den sozialen Medien für Verwirrung bei den Ermittlungen. | Foto: privat

Wie berichtet, wurden am Freitag zwei Tatverdächtige in Zusammenhang mit Einbrüchen in ostbelgischen Hotels festgenommen. Nun wurden seitens der Eifelpolizei weitere Details bekannt.

In der Zeitspanne vom 22. Juli bis zum 1. November 2017 wurden sieben Einbrüche in Hotels verübt, wobei die Täter es jeweils auf den Hoteltresor abgesehen hatten. Diese Einbrüche wurden in Bütgenbach, Büllingen, Weismes und Burg-Reuland begangen. Aufgrund der Vorgehensweise und den Videoaufzeichnungen war schnell klar, dass diese Einbrüche durch die gleichen Täter begangen worden sein müssten.

Ein möglicher Zusammenhang zwischen den Einbrüchen war nicht nur der Polizei, sondern auch den Eifeler Hoteliers aufgefallen, sodass diese die Suche nach den Tätern aktiv mit einem Facebook-Aufruf unterstützten. „Anfangs sorgten diese Aufrufe in den sozialen Medien für Verwirrung bei den Ermittlungen. So kam es, dass Überwachungsvideos verschiedener Tatorte gemischt wurden. Ein möglicher Tatverdächtiger aus der einheimischen Bevölkerung war schnell gefunden. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass es keine konkreten Belastungselemente gab und die Vermutungen aus der Luft gegriffen waren“, so die Beamten in ihrer Mitteilung.

Die Polizei ging methodisch den eingegangenen Hinweisen nach. Den Durchbruch brachte letztendlich ein Tipp aus der Bevölkerung. Einem Taxifahrer und seinen Fahrgästen war auf der Heimfahrt von einer Veranstaltung ein verdächtiges Fahrzeug der Marke BMW in unmittelbarer Tatortnähe aufgefallen.

Der Pkw mit AC-Kennzeichen war „ungewöhnlich“ am Straßenrand abgestellt worden. Der Taxifahrer konnte der Polizei das Kennzeichen mitteilen. Dies sowie weitere Hinweise deuteten auf ein Duo hin, das von Deutschland aus agieren könnte.

„Zahlreiche Zusatzschichten und Zusatzbereitschaften der Polizei insbesondere an den Feiertagen und zur Jahreswende führten zwar nicht zur Festnahme der Tatverdächtigen auf frischer Tat, jedoch wohl dazu, dass es von November bis März zu keinen weiteren Einbrüchen der Tätergruppierung kam“, so die Polizei.

Der Einbruch im Parkhotel in Kelmis brachte neue Dynamik in die Akte.

Der Einbruch im Parkhotel in Kelmis brachte neue Dynamik in die Akte. Die Ermittlungen zeigten sehr schnell, dass es sich um das gleiche Duo und das gleiche Tatfahrzeug handeln müsste.

Die Staatsanwaltschaft befasste den Untersuchungsrichter und beantragte Haftbefehl gegen die durch die Polizei ermittelten Tatverdächtigen. In Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Aachen sowie der föderalen Kriminalpolizei und der deutschen Polizei aus Aachen und Düren konnten die Ermittler der Polizeizone Eifel die international beantragen Durchsuchungs- und Festnahmebeschlüsse zeitnah am 13. April durchführen.

Das sichergestellte Beweismaterial muss noch nach Belgien übermittelt werden, wo es dann durch die Ermittler ausgewertet werden wird. Sobald die Auslieferung der Tatverdächtigen nach Belgien erfolgt ist, werden die Ermittler der Polizeizone Eifel diese vernehmen. Die Eifelpolizei legt Wert darauf mitzuteilen, dass die Ermittlungen mit der Festnahme der Tatverdächtigen noch nicht abgeschlossen sind und noch eine Menge Arbeit ansteht, um die Akte abzurunden. Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Tatverdächtigen bis zum Urteilsspruch als „unschuldig“ zu betrachten sind.

Die Ermittler der Polizeizone Eifel möchten sich auf diesem Weg noch einmal bei der Bevölkerung für die Mitarbeit bedanken und auch für die Zukunft die Bevölkerung auffordern, der Polizei alle möglichen Hinweise oder verdächtiges Verhalten, frei nach dem Motto „lieber zu viel als zu wenig“ mitzuteilen.

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