Dokumentarfilmer kommt mit „System Error“ nach St.Vith

Kino

Florian Opitz kommt mit seinem Film „System Error“ nach St.Vith ins Kino Corso. | Foto: Lennart Brede

Der renommierte Dokumentarfilmer Florian Opitz kommt nach Ostbelgien. Er ist zweifacher Grimme-Preisträger – das ist der wichtigste deutsche Filmpreis.

Florian Opitz bringt seinen neuen Film „System Error“ mit nach St.Vith. Das Kino Corso zeigt den Film am 26. November um 20 Uhr.

Im Anschluss an den Film steht Regisseur Florian Opitz für Fragen und einen Austausch zur Verfügung. Bereits im Nachmittag wird eine Schulvorstellung für Jugendliche der Sankt Vither Sekundarschulen organisiert. Bei der Durchführung des Tages arbeiten arsVitha, GrenzGeschichteDG und Attac DG zusammen.

Florian Opitz (geb. 1973) ist Filmemacher, Autor und Journalist und hat an den Universitäten Heidelberg und Köln Jura, Geschichte, Psychologie sowie englische und amerikanische Literaturwissenschaften studiert. Seit 1998 hat Opitz zahlreiche preisgekrönte Dokumentationen und Dokumentarfilme für verschiedene europäische Sender und das Kino gedreht. Er gibt an einigen Hochschulen Seminare zum Thema Dokumentarfilm.

„System Error„ stellt das Grundprinzip des Welt-Wirtschaftssystems infrage: das Wachstum. Kann es ein ewiges Wirtschaftswachstum geben? Und vor allem: Warum haben wir vor Stillstand so große Angst?

Florian Opitz portraitiert unsere Welt, die voll auf Wachstum ausgerichtet ist. Und zwar aus ungewohnter Perspektive. In seiner Doku zeigt er nicht Umweltschützer und NGOs, die üblichen Verdächtigen also. Opitz lässt die Profiteure des Kapitalismus zu Wort kommen.

Die sprechen völlig offen darüber, warum sie immer mehr wollen. Vier Jahre lang ist Opitz durch die Welt gereist, hat mit hochkarätigen Akteuren aus der Wirtschafts- und Finanzwelt gesprochen.

Zum Beispiel mit Andreas Gruber, dem Chefanleger der Allianz oder mit Anthony Scaramucci, Hedgefondsmanager und Ex-Berater von Donald Trump. Auch ein leitender Airbus Manager in China und ein brasilianischer Lebensmittelbaron kommen zu Wort.

Für sie alle ist eine Welt ohne expandierende Wirtschaft undenkbar. Ungeschminkt berichten sie von ihren Erfolgen und den immerwährenden Segnungen des Wachstums – für sie ein Naturgesetz. (red)

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