Den „Königlichen“ in Lichtenbusch gehen plötzlich die Schützenkönige aus

Folklore

Der unvergessene Präsident Friedel Vogel konnte in seiner Amtszeit in jedem Jahr einen Schützenkönig präsentieren. | Foto: privat

Man stelle sich vor, in Lichtenbusch ist Kirmes mit Vogelschuss, um eine neue Majestät zu ermitteln. Aber niemand meldet sich, um am Schießstand den Königstitel zu erringen.

„Zum ersten Mal in der langen Geschichte unseres Vereins haben sich bisher keine Kandidaten gemeldet, um Schützenkönig zu werden“, bedauert Freddy Doum, Präsident der Königlichen St.-Hubertus-Schützenbruderschaft 1886, die in diesem Jahr ihren 132. Geburtstag feiern kann.

Schade, gerade die „Königlichen“, die viele Jahre unter der Präsidentschaft von Friedel Vogel standen, präsentierten stets zur Kirmes eine neue Majestät.

Nach dem plötzlichen Tod des unvergessenen Vogel hatte es sein Nachfolger Freddy Doum nicht leicht, in die Fußstapfen von „Friedel des Großen“ zu treten. Dennoch: Doum konnte der Bruderschaft neue Impulse geben, doch diesmal leider niemanden dazu bewegen, sich beim Schießwettbewerb um die „Königsehren“ einzubringen.

Dennoch lädt „Schützenkaiser“ Freddy Doum zum großen Festabend und Kaiserball ein, der am Samstag,25. August, 20 Uhr, in der Schützenhalle steigt.

Im Laufe des Abends werden verdiente Mitglieder geehrt und ausgezeichnet. Für Tanz und Unterhaltung sorgen Alleinunterhalter Walter Spiller sowie Schützenbruder Sebastian König (Stefan van den Eertwegh).

Am gleichen Tag wird zuvor doch noch um Titel geschossen. Auch immer ein Highlight: der Vogelschuss der „König der Könige“ sowie der Bürgervogelschuss.

Nach getaner Arbeit, wenn „die Vögelchen von der Stange sind“, ihren Geist aufgegeben haben, heißt es um 19.45 Uhr Einmarsch zum Kaiserball, musikalisch begleitet vom Königlichen Trommler- und Pfeifercorps Grün-Weiß Lichtenbusch.

Tag zwei der Kirmes findet am Sonntag, 26. August, statt, um 10.45 Uhr bewegt sich der Festzug von der Schützenhalle aus zur Pfarrkirche, ebenfalls unter Mitwirkung der Lichtenbuscher Trommler. Die Messfeier beginnt um 11 Uhr, anschließend wird am Ehrendenkmal ein Kranz niedergelegt. In der Schützenhalle gibt es schließlich einen zünftigen Frühschoppen, und ab 14 Uhr, beim gemütlichen Nachmittag, wartet ein großes Kuchenbuffet auf hungrige Mäuler. An beiden Kirmestagen ist zudem für Speis und Trank bestens gesorgt. (der)

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