Bütgenbach: Rottweiler fällt kleine Hündin an

Tiere

Iris Henrotte mit Mia: Die kleine Hündin wurde schwer verletzt. Foto. privat

Auf dem Marktplatz in Bütgenbach ist am Samstagmittag eine kleine Chihuahua-Hündin durch einen Rottweiler schwer verletzt worden. Die Besitzerin, Iris Henrotte, hatte die Praktikantin ihres Frisiersalons mit der kleinen Hündin zu einer Runde Gassi geschickt, als der Rottweiler aus einem Haus gekommen und auf die Hündin losgegangen sei.

Das kleine Tier hatte Glück im Unglück: Einige Passanten griffen sofort ein und rissen den Hund von seinem Opfer los. Auch die Polizei, die zufällig vorbeikam, half, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Der Chihuahua wurde sofort durch die Polizei in tierärztliche Behandlung gebracht. „Mia wurde notoperiert und es scheint, dass sie durchkommt“, berichtete Iris Henrotte am Sonntag immer noch hörbar unter dem Schock dem GrenzEcho auf Anfrage. Der Hund sei bei dem Angriff regelrecht gehäutet worden. „Es war ein furchtbarer Anblick“, sagt die Friseuse. Die Bütgenbacherin hat auf Facebook einen Aufruf gestartet, dass Leute, die ähnliche Erfahrungen mit aggressiven Hunden gemacht haben, sich bei ihr melden sollen. „Ich habe schon unheimlich viele Anrufe gehabt“, sagt sie.

Iris Henrotte möchte Anzeige erstatten und bewirken, dass in der Gemeinde kontrolliert wird, ob als aggressiv einzustufende Hunde auch richtig gehalten werden. „Meiner Ansicht nach macht eine Leinenpflicht keinen Sinn, vielmehr müsste es eine Maulkorbpflicht geben. Dann kann so etwas nicht passieren.“ Sie wolle künftig nicht ängstlich zur Arbeit gehen. „Nicht auszudenken, wenn das an einer anderen Stelle passiert wäre, wo nicht sofort Leute hätten eingreifen können.“ (pf)

  1. und was ist denn mit unseren gesetzen und deren hüter ? wenn ich nicht irre ist doch überall leinenpflicht . wieso hält man sich nicht daran ??? und straft die ignoranten ordentlich …

    1. Die Leinenpflicht scheint vielen Besitzern sowieso nicht bekannt zu sein.
      Es hat nichts damit zu tun, dass dies in dem Falle ein Rottweiler war (die sehr lieb sind) Es gibt immer wieder Hunde, die sich „nicht reichen“ können, genau wie bei Menschen auch!!!

  2. Wenn das mal alles so einfach wäre…
    Leine, Maulkorb, am besten gleich wegsperren…
    Das Problem heißt doch fehlende Sozialisierung und Erziehung. Mit der Rasse hat das wenig zu tun. In den Niederlanden wurden die Kampfhundgesetze vor ein paar Jahren gekippt, da es aus wissenschaftlicher Sicht keine sog. Kampfhunde gibt.
    Allerdings bin ich sehr dafür, dass der Erwerb eines jeden Tieres erschwert werden sollte. Der Halter sollte seine Qualifikation nachweisen müssen.
    Ein guter Ansatz in diese Richtung ist der Sachkundenachweis, der für große Hunde in NRW Pflicht ist. Leider deckt dieser nur ein paar Grundlagen ab und greift zu kurz. Für einen Retriever noch OK, aber nicht für anspruchsvollere Hunderassen.

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