„Bauer sucht Zukunft“ in Eynatten

Diskussionsabend

Wie sieht unsere Landwirtschaft in zehn Jahren aus?“ - dieser Frage wird am Donnerstag in Eynatten auf den Grund gegangen. | Foto: GE-Archiv

„Wie sieht unsere Landwirtschaft in zehn Jahren aus?“ – dieser Frage geht der Grüne Kreis Ostbelgien, der Verband der hiesigen Junglandwirte, gemeinsam mit dem ostbelgischen EU-Abgeordneten Pascal Arimont (CSP-EVP) am 1.März ab 20.15 Uhr in Eynatten (Hotel Tychon, Aachener Str. 30, 4731 Eynatten) bei dem Themen- und Diskussionsabend „Bauer sucht Zukunft“ nach.

Mit namhaften Experten und dem Publikum möchten die Junglandwirte verschiedene Themenkomplexe zur Zukunft der Landwirtschaft in unserer Region aufgreifen und interaktiv debattieren .

„Wir befinden uns aktuell in einer entscheidenden Phase bei der Weichenstellung für die Agrarpolitik nach 2020. Es ist wichtig, jetzt darüber zu diskutieren, was wir uns hier vor Ort für die Zukunft vorstellen und an welchen Stellen neue Akzente gesetzt werden sollten. Aus dem Austausch wollen wir konkrete Forderungen nach Brüssel mitnehmen und diese dort zur Sprache bringen“, erklärt Pascal Arimont zum Hintergrund der gemeinsamen Initiative.

Auf europäischer Ebene stehen nämlich wichtige Diskussionen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) an. Fraglich ist, wie die Zukunft der europäischen Landwirtschaft konkret aussehen wird – auch weil mit dem Brexit Kürzungen im EU-Haushalt bevorstehen.

Für die Landwirtschaft in Ostbelgien gibt es ganz neue gesellschaftliche Herausforderungen.

Darüber hinaus gibt es für die Landwirtschaft in Ostbelgien ganz neue gesellschaftliche Herausforderungen: die Weitergabe des Betriebs an einen Nachfolger gestaltet sich oftmals schwierig, die Gewohnheiten und Vorlieben der Konsumenten ändern sich, der Umweltschutz nimmt einen immer größeren Stellenwert ein.

Als Gastredner der Veranstaltung konnte Tom Vandenkendelaere, Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaftspolitik im EU-Parlament, verpflichtet werden, der im Rahmen eines Impulsreferats Auskunft über die Überlegungen zur Zukunft der GAP auf politischer Ebene geben wird.

Anschließend findet eine Podiumsdiskussion mit weiteren Experten – u. a. Marc Schröder (Bauernbund), Marie-Josée Paquet (Amt für Landwirtschaft der Wallonischen Region), Jérôme Gennen (Agra-Ost), Leo Mertes (Landwirt ohne Nachfolger) – zu drei thematischen Schwerpunkten statt:

Die Zukunft der EU-Landwirtschaftspolitik nach dem Brexit: Aus ostbelgischer Sicht wird hierbei vor allem die Zukunft der Milchwirtschaft angesprochen. Welche Rolle spielt die Marktbeobachtungsstelle bei der Vermeidung von Krisen? Wird es ein neues Versicherungssystem für Bauern geben? Was können Milchbauern tun, um für schlechte Zeiten vorzusorgen?

Umweltfreundliche Landwirtschaft: Bereits heute gelten in der Landwirtschaft viele Auflagen, die aus Gründen des Umweltschutzes eingeführt wurden. Wird es weitere Vorgaben geben? Wie wird der Beitrag der Landwirtschaft zur Biodiversität generell bewertet? Haben Stoffe wie Glyphosat noch eine Zukunft und gibt es wirksame Alternativen?

Zukunft der Junglandwirte und Zukunft der Höfe: Bereits heute haben rund 45 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Ostbelgien keinen Nachfolger mehr. Viele Junglandwirte gehen mit Begeisterung und Engagement an ihre Aufgaben heran, doch was bedeutet der Rückgang von Landwirten für unsere Nahrungsmittelsicherheit und unsere Landschaften? Hat die Politik eine Lösung parat? Betroffene Landwirte berichten von ihren Erfahrungen. Der Eintritt ist frei. (red)

Kommentare sind geschlossen.