Mutmaßlichem Angreifer von Fort Lauderdale droht Todesstrafe

Verfahren

Der Screenshot von einer Seite des sozialen Netzwerks Facebook zeigt den mutmaßlichen Täter Esteban S., der am 06.01.2017 auf dem "Lauderdale-Hollywood International" Flughafen der Stadt Fort Lauderdale (USA) in Florida mindestens fünf Menschen erschossen haben soll.
Der Screenshot von einer Seite des sozialen Netzwerks Facebook zeigt den mutmaßlichen Täter Esteban S., der am 06.01.2017 auf dem "Lauderdale-Hollywood International" Flughafen der Stadt Fort Lauderdale (USA) in Florida mindestens fünf Menschen erschossen haben soll. | Foto: dpa

Nach der Erschießung von fünf Menschen auf dem Flughafen der US-Stadt Fort Lauderdale droht dem mutmaßlichen Täter die Todesstrafe. Die Staatsanwaltschaft habe mehrere Verfahren gegen den 26-jährigen Verdächtigen eingeleitet, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf das Justizministerium.

Zum einen werde dem Irak-Veteranen vorgeworfen, eine Gewalttat auf einem internationalen Flughafen durchgeführt zu haben. Darüber hinaus habe er eine Waffe benutzt, um ein Gewaltverbrechen zu begehen. Bei Verurteilung droht dem mutmaßlichen Schützen dem Bericht zufolge die Todesstrafe.

Der ehemalige Nationalgardist soll am Freitag an einer Gepäckausgabe auf dem Flughafen in Florida das Feuer eröffnet haben. Fünf Menschen waren sofort tot, sechs wurden nach Polizeiangaben vom Samstag verletzt in Krankenhäuser gebracht – einige von ihnen hatten lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Der Mann war von 2010 bis 2011 im Irak stationiert. Er war möglicherweise psychisch krank. Das FBI berichtete von offenbar wirren Äußerungen des mutmaßlichen Schützen bei einem bizarren Besuch in einem Büro der Bundespolizei im November.

Der Mann war nach den Schüssen unverletzt festgenommen worden. Die Polizei forschte am Samstag noch nach einem Motiv und schloss auch einen terroristischen Hintergrund nicht aus. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte der FBI-Beamte George Piro. Die Vernehmungen des Tatverdächtigen seien bereits abgeschlossen. Der Mann habe sich dabei „kooperativ“ verhalten. (dpa)

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