Mit „Zora Zisch“ das Mobilitätsverhalten überdenken

Aktionswoche

Auch Kindergartenkinder und Primarschüler aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft nehmen an der Woche der Mobilität teil. | Foto: Arne Dedert/dpa

Zum sechsten Mal in Folge beteiligen sich Kindergartenkinder und Primarschüler an der Woche der Mobilität, die vom 16. bis zum 22. September stattfindet.

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft nehmen über 1.400 Schulkinder und deren Eltern am Verkehrsschlangenspiel „Zora Zisch“ teil. Dieses wird zeitgleich in 20 europäischen Ländern organisiert. Es soll Kinder und ihre Eltern dazu anregen, über ihr Mobilitätsverhalten nachzudenken.

Durch diese Aktion fördert die Mobilitätszentrale „Fahrmit“ in Zusammenarbeit mit der Wallonischen Region und mit den Schulschöffen, Schulleitern und Lehrern das Bewusstsein für den Mehrwert eines Schulweges ohne Auto. Eltern und Kinder werden auf diese Weise sensibilisiert, zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Bus oder mit Mitfahrgemeinschaften zur Schule zu kommen und das „Elterntaxi“ stehen zu lassen. Sie überlegen in der Schule und zu Hause, wie sie Energie- und Rohstoffverschwendung entgegenwirken können und dabei Freude und Geselligkeit erleben, hieß es in einer Mitteilung. „Wenn mehr Kinder zu Fuß zur Schule kommen, wird nicht nur das Schulumfeld verkehrsberuhigter, sondern vor allem wird der Schulweg sicherer.

Abgesehen davon, dass diese Alltagsbewegung einen wichtigen Beitrag zur Fitness der Kinder leistet, gewinnen Kinder dadurch die nötige Erfahrung im Straßenverkehr. Eigenständige Erfahrungen als Fußgänger sind ganz wesentlich, um Kinder zu kompetenten und sicheren Verkehrsteilnehmer zu machen. Kinder lernen schnell, auf sich selbst aufzupassen.“

Die bisherige Erfahrung zeige deutlich, dass durch Sensibilisierung bedeutend mehr Kinder umweltfreundlich und selbstständig zur Schule kämen. Europaweit seien in den letzten drei Jahren durch das Verkehrsschlangenspiel bereits 2.458.853 Auto-Kilometer und 397 Tonnen CO2 eingespart, wie aus den Resultaten einer begleitenden Studie hervorgeht.

Die Anzahl der umweltfreundlich zurückgelegten Schulwege konnte demnach von 62 vor der Durchführung des Verkehrsschlangenspiels auf 78 Prozent während der Schulaktion gesteigert werden. Drei Wochen nach der Schulaktion kamen noch immer 76 Prozent der Kinder mit klimafreundlichen Verkehrsmitteln zur Schule – also bedeutend mehr, als vor dem Spiel. Die teilnehmenden Schulen sammeln die Mobilitätsdaten der Kinder vor, während und nach dem Verkehrsschlangenspiel und belegen so die positiven Auswirkungen der Aktion.

Die europäische Mobilitätswoche ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Seit 2002 bietet sie Kommunen aus ganz Europa die Möglichkeit, ihren Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näher zu bringen.

Im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche werden innovative Verkehrslösungen ausprobiert.

So werden beispielsweise Parkplätze und Straßenraum umgenutzt, neue Fuß- und Radwege eingeweiht, Elektro-Fahrzeuge getestet, Schulwettbewerbe ins Leben gerufen und Aktionen für mehr Klimaschutz im Verkehr durchgeführt.

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