EU-Parlament fordert verpflichtende Fahrerassistenzsysteme

Verkehr

Rund 95 Prozent aller Unfälle sind auf menschliches Versagen wie Fahruntauglichkeit, Überforderung, Fehleinschätzung und Ablenkung zurückzuführen. | Foto: Matthias Balk/dpa

„Trotz verstärkter Sicherheitsvorkehrungen verlieren jährlich immer noch an die 25.500 Menschen ihr Leben auf Europas Straßen. Rund 135.000 Menschen werden im Straßenverkehr jedes Jahr schwer verletzt. Unser Parlament verlangt zusätzliche Anstrengungen von Kommission und Mitgliedstaaten, damit diese Zahlen in Zukunft weiter drastisch gesenkt werden“, erklärt der ostbelgische EU-Abgeordnete Pascal Arimont (CSP-EVP) zum Hintergrund eines Forderungskatalogs, den das EU-Parlament an diesem Dienstag in Straßburg verabschieden wird.

Die Abgeordneten verlangen daher unter anderem, dass technische Vorrichtungen zur Verbesserung der Fahrzeugsicherheit in Zukunft serienmäßig in Fahrzeuge eingebaut werden:

Bei allen neuen Pkw, Transportern, Lkw und Bussen sollten Fahrerassistenzsysteme wie automatische Notbremsassistenten mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, Notbremsanzeigen oder Geschwindigkeits- und Spurhaltesysteme zur Serienausstattung gehören, heißt es in einem Entschließungsentwurf des Verkehrsausschusses. Die Abgeordneten fordern insbesondere Technologien, die Autofahrer dabei unterstützen, Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer besser zu erkennen und Unfälle zu vermeiden. Für Lastkraftwagen und Busse wollen die Abgeordneten, dass Front-, Seiten- und Rückfahrkameras sowie Wendeassistenzsysteme zwingend vorgeschrieben werden, um den toten Winkel zu verringern. Gleichzeitig betont das Parlament, dass Fahrerassistenzsysteme nur in Verbindung mit einer gut ausgebauten und sicheren Infrastruktur funktionieren. Daher sollten die Mitgliedstaaten stärker als bislang dazu angehalten werden, ihre Straßeninfrastruktur durch regelmäßige und wirksame Instandhaltung zu verbessern. (red)

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