Busunglück von Siders: Bringt Blutprobe späte Klarheit?

Amoklauf-These

Im Tunnel von Siders starben am 12. März 2012 insgesamt 28 Menschen, darunter viele Schulkinder.
Im Tunnel von Siders starben am 12. März 2012 insgesamt 28 Menschen, darunter viele Schulkinder. | Foto: belga

Rund vier Jahre nach dem tragischen Busunglück in Siders (Schweiz) hat der niederländische Premierminister Mark Rutte die Schweizer Regierung um eine Blutprobe des Fahrers gebeten. War der Unfall das Ergebnis einer Verzweiflungstat?

Am 12. März 2012 starben in einem Autobahntunnel bei Siders (Kanton Wallis) 28 Menschen: Schulkinder, Begleiter und die beiden Busfahrer. Offiziell haben die Schweizer Behörden die Ermittlungen  abgeschlossen, ohne dass mit Gewissheit eine Unglücksursache ausgemacht werden konnte. Inzwischen hat aber die These, wonach der Fahrer, der zum Unfallzeitpunkt am Steuer des Busses saß, die Insassen mit in den Tod gerissen haben könnte, an Gewicht gewonnen. So heißt es, der Mann habe in den zwei Jahren zuvor das Antidepressivum Seroxat eingenommen, das Suizidgedanken auslösen könne. Weil damit eine Veränderung der DNA einhergeht, hatten mehrere Eltern von getöteten Kindern die schweizerischen Behörden um eine dahingehende Untersuchung des Blutes des Fahrers gebeten – ohne Erfolg. Daraufhin schaltete ein Elternteil die belgischen und niederländischen Behörden ein. Nun teilte Niederlandes Premier Rutte mit, dass Den Haags Außenministerium die Schweizer darum gebeten habe, eine Blutprobe zur Verfügung zu stellen. (belga)

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