André Leysen gestorben

Einer der größten belgischen Unternehmer des 20. Jahrhunderts

André Leysen im Jahr 1999. | Foto: dpa

Er galt als offen, liebenswürdig im Umgang und als jemand, der auch über den Tellerrand eines Unternehmens schauen konnte: André Leysen, der in Belgien zu den großen Unternehmern des 20. Jahrhunderts zählt, ist am Samstag im Alter von 88 Jahren gestorben.

André Leysen begann seine Karriere nach einer kaufmännischen Lehre zunächst als Reeder, bevor er den deutsch-belgischen Fotokonzern Agfa-Gevaert gegen starke Widerstände auf ein wirtschaftlich gesundes Fundament stellte. Mit seinem Buch „Hinter dem Spiegel – Eine Jugend in Flandern“ fand er auch Anerkennung als Schriftsteller. Darin schildert er mit großer Offenheit seine Verbindung zum Nationalsozialismus.

Was hat André Leysen für das belgische Wirtschaftsleben bedeutet? Gegenüber der VRT fasst FEB-Geschäftsführer Pieter Timmermans die Leistungen mit Leysens Motto „Krisen sind Heraussforderungen“ zusammen. „Er war derjenige, der in den 80er Jahren in schwierigen Wirtschaftszeiten mit einer positiven Botschaft kam. Leysen wollte vorausschauen und brachte seinen Einsatz stets in Verbindung mit den internationalen Veränderungen. Auf diese Weise hat er einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wirtschaft in Flandern und Belgien geliefert“, so Timmermans.

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